Rot-Kreuz-Symbol missbraucht

  • Publiziert: 05.08.2008, Aktualisiert: 02.01.2012

BOGOTA - Bei der Befreiung von Ingrid Betancourt soll ein Soldat ein Hemd mit dem Rot-Kreuz-Symbol getragen haben. Die kolumbianische Regierung stritt zunächst alles ab. Fernsehbilder zeugen nun aber vom Missbrauch des IKRK-Symbols.

Das bislang unveröffentlichte Filmmaterial, das vom kolumbianischen Fernsehsender RCN am Montagabend (Ortzszeit) ausgestrahlt wurde, stellt die von Staatspräsident Alvaro Uribe verbreitete Version der Ereignisse in Frage.

Bei der TV-Dokumentation waren Bilder zu sehen, wie einer der beteiligten Soldaten bereits vor Beginn der eigentlichen Befreiungsaktion am 2. Juli ein Hemd mit dem IKRK-Symbol trug. Danach stieg er in einen Helikopter, der in das von den FARC-Rebellen kontrollierte Gebiet flog.

Der Sender zeigte zudem Bilder von mindestens einem Mitglied der kolumbianischen Streitkräfte, das im Besitz einer Handfeuerwaffe war. Die kolumbianische Armee hatte bislang die Version verbreitet, alle an der Aktion beteiligten Soldaten seien unbewaffnet gewesen.

Für den Missbrauch des Enblems hat sich die kolumbianische Regierung in der Zwischenzeit beim IKRK entschuldigt. (SDA/jo)

play Die kolumbianische Präsidentschaftskandidatin Ingrid Betancourt nach ihrer Befreiung. (Reuters)

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