Affäre Gaddafi Richter: «Wir werden Göldi nicht verhaften»

  • Publiziert: 16.01.2010, Aktualisiert: 14.01.2012

BERN – Ein libysches Gericht hat heute den zweiten Prozess gegen den in Libyen festgehaltenen Schweizer Max Göldi vertagt – weil dieser aus Angst vor einer Verhaftung die Botschaft nicht verlassen hatte.

«Der Prozess wurde auf den 30. Januar verschoben», sagte Anwalt Salah Zahaf, der Göldi und den zweiten Schweizer Geschäftsmann Rachid Hamdani vertritt.

Grund sei einmal mehr die Abwesenheit Göldis, der sich in der Schweizer Botschaft aufhält.

Das Gericht habe zwar mündlich zugesagt, Göldi nicht in Haft zusetzen, wenn er vor Gericht erscheine, sagte Zahaf weiter. Göldi verlange jedoch eine schriftliche Garantie.

In einem anderen Prozess wegen angeblicher Visavergehen wurden die beiden Schweizer zu 16 Monaten Gefängnis verurteilt. Ihre Berufungsverfahren wurden bereits zweimal wegen Abwesenheit verschoben – auf den 24. Januar für Hamdani und auf den 28. Januar für Göldi.

Die beiden Schweizer waren am 19. Juli 2008 in der libyschen Hauptstadt Tripolis festgenommen worden.

Einige Tage zuvor hatte die Genfer Polizei einen Sohn des libyschen Machthabers Muammar Gaddafi, Hannibal, und dessen Frau wegen Misshandlung von Bediensteten festgenommen. Seither sind die Beziehungen zwischen der Schweiz und Libyen belastet. (SDA)

play Traut der libyschen Justiz offenbar nicht über den Weg: Max Göldi. (Keystone)

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