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Tamara Urushadze ging gerade auf Sendung. Sie sollte den Fernsehzuschauern einen Eindruck von der Belagerung der georgischen Stadt Gori geben. Doch aus dem Zeugenbericht vor Ort wird ein blutiges Drama am Ort!
Plötzlich zuckt Tamara Urushadze zusammen. Hält sich am Arm, sackt zu Boden. Die Fernsehfrau ist angeschossen! Stimmengewirr, die Kamera dreht weiter, die Bilder sind verzittert.
Die junge Reporterin und der Kameramann werden in den Übertragungswagen gebracht. Dort erhält Urushadze Erste Hilfe von einem Reuters-Produzenten, der sich in der Nähe aufhält.
Die Korrespondentin will sich aber nicht schonen oder von ihrem Schock erholen. Im Gegenteil: Sie fordert den Kameramann auf weiterzufilmen. Hält ihren einbandagierten, verwundeten Arm in die Kamera und beschreibt, wie sie von einem Heckenschützen getroffen wurde.
Eine mutiges Dokument? Experten betrachten die Aufnahmen eher als Zeugnis dafür, wie gefährlich es im Moment in und um die Stadt Gori ist. Von dort war in den vergangenen Tagen immer wieder von Gefechten und Plündereien zu hören. (spj)