Assad-Bilder zerstört Regimegegner stürmen syrische Botschaft in Berlin

BERLINGEN - Syrische Regimegegner sind heute gewaltsam in die Botschaft ihres Heimatlandes in Berlin eingedrungen und haben dort Teile der Einrichtung demoliert.

  • Publiziert: 03.02.2012

Rund 30 Männer und Frauen traten am Nachmittag die Eingangstür auf und stürmten in das Botschafts-Gebäude.

Verletzt wurde niemand, wie die Polizei mitteilte. In der Botschaft zerstörten die Eindringlinge in verschiedenen Büros Teile des Mobiliars und Bilder des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad. Aus einem Fenster hängten sie eine Fahne des syrischen Widerstands.

Politische Parolen an den Wänden

Auf die Fassade der Botschaft sprühten sie auf Englisch und Arabisch politische Parolen, darunter «Revolution and Freedom». In Syrien geht das Assad-Regime seit Monaten mit Gewalt gegen Oppositionelle vor. Seit März sind dabei nach UNO-Schätzungen mindestens 5600 Menschen ums Leben gekommen.

Die Berliner Polizei nahm die Randalierer fest, die keinen Widerstand leisteten. Es seien ausschliesslich Syrer oder Menschen syrischer Abstammung gewesen, hiess es.

Strafantrag gegen die Eindringlinge

Nach Aufnahme ihrer Personalien kamen die Eindringlinge, darunter drei Frauen, wieder frei. Der Botschafter stellte Strafantrag. Die Polizei ermittelt nun wegen Landfriedensbruch, Sachbeschädigung und Hausfriedensbruch. Ein Sprecher des deutschen Aussenministeriums verurteilte den Vorfall «auf das Schärfste».

Das Auswärtige Amt betonte, die deutsche Regierung nehme ihre Verantwortung für die Sicherheit aller diplomatischen und konsularischen Vertretungen in Deutschland sehr ernst. «Übergriffe auf Botschaften und Konsulate müssen mit aller Konsequenz verfolgt werden», hiess es in einer Mitteilung. (sda)

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