Referendum Renzi will mit einem «Ja» die Welt verändern

FLORENZ (ITA) - Der italienische Regierungschef Matteo Renzi hat seine Landsleute zu einer Zustimmung zu den geplanten Verfassungsänderungen gedrängt.

Ruft zum Endspurt auf: Italiens Regierungschef Matteo Renzi will die unentschiedenen Wähler für die Verfassungsreform gewinnen. play
Italiens Regierungschef Matteo Renzi drängt die Italiener ein letztes Mal zu einem «Ja» bei dem Referendum. KEeystone

Aktuell auf Blick.ch

Top 3

1 Drama auf der Wildsau-Pirsch Jäger trifft Liebespaar – tödlich
2 Was Trump alles nicht weiss Wie viele Staaten waren noch mal in der Nato?
3 Öffentlicher Verkehr auf dem Handy Briten jagen Porno-Pendler

Ausland

Immer informiert - Abonnieren Sie den Blick-Newsletter!
Bitte geben Sie eine gültige E-Mail-Adresse ein.
Schön, dass wir Ihnen unsere BLICK News des Tages senden dürfen. Möchten Sie zusätzlich den BLICK Sport Newsletter erhalten?
teilen
teilen
0 shares
2 Kommentare
Fehler
Melden

Kurz vor dem «Schicksalsreferendum» in Italien hat Regierungschef Matteo Renzi seine Landsleute zu einer Zustimmung zu den geplanten Verfassungsänderungen gedrängt. Er forderte seine Anhänger auf, vor allem die noch unentschlossenen Wähler zu überzeugen.

«Unser 'Ja' wird nicht nur Italien ändern, sondern auch Europa ändern und die ganze Welt ändern», sagte Renzi am Freitagabend vor tausenden Menschen in Florenz. Es war sein letzter Auftritt im Rahmen seiner Kampagne für das Referendum am Sonntag, von dessen Ausgang auch sein politisches Schicksal abhängt.

Die Italiener stimmen am Sonntag über Renzis Verfassungsreform ab, die das bisherige System zweier gleichberechtigter Parlamentskammern abschaffen und für mehr politische Stabilität sorgen soll. Die vom Parlament bereits gebilligte Reform gilt als wichtigste Verfassungsänderung in Italien seit 1945.

Ihr Hauptziel ist es, die Zuständigkeiten des Senats stark zu beschränken, um die Gesetzgebung zu beschleunigen und zu vereinfachen. Bisher waren Abgeordnetenhaus und Senat gleichberechtigt und blockierten sich oft gegenseitig. Seit 1946 gab es in Italien bereits 60 Regierungen.

Gegner leicht in Front

Umfragen, die gemäss italienischem Recht letztmalig zwei Wochen vor dem Referendum veröffentlicht werden durften, sagten einen Vorsprung der Reformgegner von mehreren Prozentpunkten voraus. Allerdings waren noch viele Bürger unentschieden. Genau diese will Renzi seinen Äusserungen zufolge nun über das Wochenende noch erreichen. «Wir müssen sie einen nach dem anderen aufsuchen«, sagte der Regierungschef. «Alles entscheidet sich in den nächsten 48 Stunden.»

Sollten sich die Wähler am Sonntag gegen die von ihm gewünschte Reform aussprechen, dann wird sein Rücktritt erwartet. (SDA)

Publiziert am 03.12.2016 | Aktualisiert am 05.12.2016
teilen
teilen
0 shares
2 Kommentare
Fehler
Melden

2 Kommentare
  • olivia  meierhans 03.12.2016
    Na ja, die Welt verändern zu wollen mit dem Referendum ist zwar ein bisschen hoch gegriffen von Herrn Renzi. Im Gegensatz zu Italien hatten die wenigsten Länder in diesen Jahren 60 verschiedene Regierungen. Sein Modell wird kaum eine politische Lawine in der Welt auslösen. Ausserdem werden die Wähler sowieso NEIN sagen.
  • Arnold  Sommerhalder aus Walterswil
    03.12.2016
    Ein "Nein" wird zwar nicht die Welt verändern, aber die EU in die Knie zwingen. Italien als 3. stärkste Kraft der EU hat sich durch gegenseitige Blockaden in den beiden Kammern so hoch verschuldet, dass Griechenland ein Portokässeli war dagegen. Freuen wir uns auf das "Nein".