Razzia bei «Reichsbürger» (49) Elite-Polizist (†32) erliegt seinen Verletzungen

GEORGENSGMÜND (D) - Bei einer Razzia in Bayern hat ein Anhänger der rechtsextremen «Reichsbürger» auf Polizisten geschossen. Dabei wurden vier Beamte verletzt – einer von ihnen ist nun verstorben.

Georgensmünd-Polizei: «Reichsbürger» tötet mit Schüssen Elite-Polizist play

Die Polizei sichert am Tatort Spuren.

Keystone

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Nach den Schüssen eines sogenannten Reichsbürgers bei einer Razzia im mittelfränkischen Georgensgmünd ist einer der verletzten Polizisten gestorben. Die Polizei hatte seinen Tod fälschlicherweise bereits am Mittwochabend vermeldet.

«Das Polizeipräsidium Mittelfranken bedauert mitteilen zu müssen, dass der lebensgefährlich verletzte Beamte der Spezialeinsatzkräfte Nordbayern in den frühen Morgenstunden in einer Klinik in Folge seiner schweren Schussverletzungen verstorben ist», hiess es in einer Mitteilung.

Drei weitere Verletzte

Der 32 Jahre alte Beamte eines Spezialeinsatzkommandos (SEK) war gestern Morgen von dem 49-Jährigen angeschossen worden. Ein weiterer Beamter wurde bei dem Einsatz schwer und zwei Polizisten leicht verletzt. Der Täter konnte leicht verletzt festgenommen werden. Der 49-Jährige soll heute einem Ermittlungsrichter zur Klärung der Haftfrage vorgeführt werden.

Der mutmassliche Täter ist Jäger. Er besitzt 31 Lang- und Kurzwaffen. Von den Behörden wurde er als nicht mehr zuverlässig eingestuft. Deshalb sollten ihm seine Waffen entzogen werden. Zuvor hatten die Behörden seinen Jagdschein und seine Waffenbesitzkarte als ungültig erklärt.

«Reichsbürger» erkennen die Bundesrepublik Deutschland nicht an. Stattdessen behaupten sie, das Deutsche Reich bestehe bis heute fort. Sie sprechen dem Grundgesetz, Behörden und Gerichten die Legitimität ab und akzeptieren keine amtlichen Bescheide. Etliche Akteure sind nach Einschätzung von Verfassungsschützern auch in der rechtsextremen Szene aktiv. (bau/SDA)

Publiziert am 20.10.2016 | Aktualisiert am 22.10.2016
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7 Kommentare
  • Max  Stirni 21.10.2016
    Wird ihn hoffentlich eine Lehre sein und er wird im nächsten leben nicht mehr Polizist und mischt sich nicht mehr in Dinge ein die ihn nichts angehen. Wenn die zu Viert auf einen losgehen dann hat das mit Fairness nichts zu tun. Der Mann hat lediglich sein Recht auf Waffenbesitz verteidigt. Ich würde ähnlich grantig, wenn Beamte mir meine Guns wegnehmen wollen, die können gleich wieder gehen!
  • Shamara  Leibundgut 20.10.2016
    Am besten alles extremistische per Verfassung verbieten, und solche Nasen, ob nu rechts, links oder wie auch immer extremistisch, als Gefahr für die innere Sicherheit ansehen.
  • Boris  Kerzenmacher 20.10.2016
    2)
    Hier ist die demokratische Grundordnung im Nachteil: sie kommt oft zu spät, da nicht mit notwendigem Nachdruck entgegengewirkt wird. Man muss wohl umlernen, um der Gefahr aus dem Inneren genau so gegenüberzutreten wie der von aussen.
  • Boris  Kerzenmacher 20.10.2016
    1)
    Es scheint, dass Europa immer mehr Unzufriedene hervorbringt, die ohne Rücksicht ihr Wollen durchzusetzen versuchen. Und was dabei vor allem auffällt: es sind meist rückwärtsgewandte Gedanken. Verherrlichung eines historischen Idealbildes, welches in die heutige Zeit implantiert werden soll.
    Man ist dabei nicht gewillt dem demokratischen Weg zu wählen, sondern man möchte es mit Gewalt erreichen. Da muss man heute den Bogen weit spannen, um die vielen Divergenzen zu erkennen.
  • Rocco  Martignoni , via Facebook 20.10.2016
    Frage mich immer wiederab ,wieso solche bei ein Schieserei noch leben ,es gigt doch nur eine Lösung ,derjenige welche versuchen menschen zu töten soll man wenn möglich sofort erledigen.