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Kurz vor acht Uhr an einer Strassenkreuzung im Vignole-Quartier von Fiumicino bei Rom. Mehrere Mütter warten auf den Bus, der ihre Kinder zur Schule bringen soll.
Plötzlich braust ein Mitsubishi heran, stösst gegen einen Fiat Stilo. Es kommt zu einer Massenkarambolage mit acht Autos. Der Raser prallt gegen die wartenden Frauen und Kinder. Sie haben keine Chance.
Eine Frau und drei Kinder sterben am Unfallort, eine weitere Frau erliegt auf dem Transport ins Spital ihren Verletzungen. Neun Personen werden verletzt.
Auf der Intensivstation des Römer Spitals San Camillo kämpft ein Achtjähriger mit dem Tod. Zwei weitere Kinder erleiden schwere Verletzungen.
Ein Polizeisprecher: «Bei den Todesopfern handelt es sich um eine 37-jährige Rumänin und ihre beiden Töchter, die 13-jährige Joana und die 17-jährige Bianca. Sowie um zwei Italiener: eine 20-jährige Frau und einen Buben.»
Der Todeswagen landet im Strassengraben, der Fahrer wird schwer verletzt. Insgesamt stehen zehn Krankenwagen und ein Polizei-Helikopter im Einsatz.
Nach der Tragödie versammelt sich eine empörte Menschenmenge an der Unfallstelle. Sie haben eine Riesenwut. Auf den Raser. Und auf die Behörden.
«Ein solcher Unfall war voraussehbar. Diese Strasse ist als sehr gefährlich bekannt. Immer wieder kommt es hier zu Kollisionen, doch niemand unternimmt etwas gegen die Raser», protestiert ein Anwohner. Erst letzte Woche habe sich an dieser Kreuzung ein schwerer Unfall ereignet.
Der Todescrash erinnert auch an den Unfall vor zwei Wochen in Mailand. Der Schweizer Spielervermittler Marco T.* (34) krachte mit seinem Porsche in einen Bus. Und der rammte ein Tram.
Dabei wurden eine 52-jährige Frau getötet und 26 Personen verletzt. Der Fahrer erlitt nur leichte Verletzungen. Gegen ihn wird wegen fahrlässiger Tötung ermittelt.
*Name der Redaktion bekannt
Die Opfer wurden auf der Stelle getötet, als ein Raser eine Massenkarambolage mit acht Autos verursachte. Im Graben liegt der graue Todeswagen. Der Unfallfahrer ist einer von zehn Verletzten.- Keystone