Radikale Polizei in Tadschikistan 13'000 Muslime zwangsrasiert

DUSCHANBE - Die Polizei im Süden Tadschikistans hat Tausende muslimische Männer zwangsweise rasiert, weil sie lange Bärte als Zeichen radikalislamischer Gesinnung deutet.

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Vergangenes Jahr sind die Bärte von 12'818 Männern aus dem Bezirk Chatlon an der Grenze zu Afghanistan «in Ordnung gebracht» worden. Das sagte der örtliche Polizeichef.

Ihre Bärte seien «zu lang und ungepflegt» gewesen. Die Männer seien auf Märkten und öffentlichen Plätzen der Ex-Sowjetrepublik in Zentralasien festgenommen und zwangsweise rasiert worden.

Ausserdem hätten Polizisten 2000 Frauen dazu angehalten, ihr Kopftuch abzulegen. Geschäfte, in denen «nicht traditionelle tadschikische Kleidung» verkauft wurde, seien geschlossen worden.

Die Regierung versucht seit Jahren, Fremdeinflüsse auf das Land einzudämmen, um eine Ausbreitung des Islamismus zu verhindern. Vergangenes Jahr hatte Staatschef Emomali Rachmon verboten, Neugeborenen ausländische Namen zu geben.

Das tadschikische Innenministerium hatte nach Klagen zwangsrasierter Männer im vergangenen Jahr erklärt, dazu habe die Polizei keine Anweisung gehabt. Die Rede sei lediglich von verstärkter Aufklärung unter der Bevölkerung gewesen, insbesondere der Jugend. (SDA)

Publiziert am 20.01.2016 | Aktualisiert am 20.01.2016
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44 Kommentare
  • Günter  Munz aus Stuttgart
    21.01.2016
    Tadschikistan ist ein islamisches Land und wenn die zu solch drastischen Mitteln greifen, wird das seine Gründe haben. Auf jeden Fall zeigt man dort den Islamisten Grenzen auf und wer Herr im Staat ist. Was ist daran verkehrt ? Günter Munz Stuttgart
  • Josef  Stoffel 21.01.2016
    Griechische Tragödie ."Wikipedia"unter Handlungen lesen
  • Michael  Tomov aus Koror
    21.01.2016
    Es lebe Tadschikistan, das im Gegensatz zu Helvetistan noch einen Überlebenswillen hat...
  • Helmut  21.01.2016
    Zitat von Alice Schwarzer: Das Kopftuch ist die Flagge des islamischen Kreuzzuges. Ich denke bei den Bärten ist das nicht so einfach.
  • Marcus  Bregenzer aus Uster
    20.01.2016
    Wir sollten doch eine christliches Land sein. Im Korinther 11,2-16: wird von der Frau verlangt, dass sie ihr Haupt bedeckt. Heidis Grossvater, viele Schweizer Bauern, alle Propheten trugen Bart. Sollen nun Alle Frauen wir Männer, und alle Männer wie Tunten rumlaufen? Das Äussere sagt nichts über das Herz aus, meinte ich. Wir dürfen nicht zulassen, dass Frauen das Kopftuch bei alteingesessenen Italienerinnen noch gang und gäbe und Männern das Bartragen geächtet wird.
    • Abbas  Schumacher , via Facebook 20.01.2016
      Schön, dass sie noch in einer Welt um 1700/1800 leben. Anders kann man ihre Zeilen nicht deuten.