Trotz hartem Urteil Pussy Riot wollen keine Gnade von Putin

MOSKAU - Die drei Punk-Aktivistinnen von Pussy Riot sollen für je zwei Jahre ins Straflager. Trotzdem wollen sie kein Gnadengesuch bei Präsident Wladimir Putin einreichen.

  • Publiziert: 20.08.2012

Es ist ein hartes Urteil: Nadeschda Tolokonnikowa (23), Maria Alechina (24) und Jekaterina Samuzewitsch (30) müssen für zwei Jahre in ein Straflager. Ein Gnadengesuch bei Putin kommt für die drei Aktivistinnen aber nicht in Frage:«Mit dieser Gnade sollen sie zum Teufel fahren», hätten die Frauen auf die Frage ihrer Anwälte geantwortet, sagte Verteidiger Nikolai Polosow

Er bekräftigte jedoch, gegen die Urteile in Berufung gehen zu wollen. Sie hatten im Februar in der Moskauer Christ-Erlöser-Kathedrale ein sogannentes Punkgebet gegen Putin aufgeführt. Nach Ansicht von Beobachtern könnte die Strafe in einem Berufungsverfahren reduziert werden.

Noch heute wollte die russische Polizei den Regierungskritiker und früheren Schachweltmeister Garri Kasparow verhören. Er war am Freitag in Moskau bei einer Solidaritätskundgebung für Pussy Riot festgenommen worden. (SDA/dra)

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