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Die Patienten von Garik R.* gingen davon aus, dass Drogenkonsum unter ärztlicher Aufsicht nicht gefährlich sei. Aber sie gingen wohl auch davon aus, dass der Arzt dabei nüchtern ist. Nun stellte sich heraus, dass ihr Psychotherapeut sie im Drogenrausch behandelte – er hatte vor der Sitzung selber LSD genommen.
Dies berichten heute die «B.Z.» und «bild.de» und berufen sich dabei auf Ermittlerkreise. In der Vernehmung durch die Mordkommission habe Garik R. gestanden, vor der verhängnisvollen Therapiesitzung selber LSD zu sich genommen zu haben. «Ich wollte frei sein für meine Patienten», soll er der Polizei gesagt haben und die Ermittler hätten diese Aussage nach Bluttests bestätigt. Aufgrund seines eigenen Rausches habe er sich in der Dosierung der Cocktails seiner Patienten vertan.
Nachdem einer der Patienten, Joachim K. (59), wegen des Drogencocktails zusammengebrochen war, versuchte Garik. R. zwar noch mit einer Beruhigungsspritze zu helfen. Aber der Frührentner verstarb noch vor Ort an Herzstillstand.
Marcel K. (28), ein weiterer Patient, starb später im Krankenhaus. Ekkehard N. (55) liegt noch immer im Koma, sein Zustand ist weiter kritisch. Alle anderen Therapie-Teilnehmer konnten inzwischen aus dem Krankenhaus entlassen werden. (gmu)
* Name der Redaktion bekannt