Protest von Bayern-Politiker Eine Busladung Flüchtlinge für Merkel

BERLIN - Der bayerische Landrat Peter Dreier hat 31 Syrer für eine Nacht nach Berlin geschickt. Mit der Aktion will sich der Lokalpolitiker gegen die Flüchtlingspolitik der deutschen Bundeskanzlerin wehren.

Eine Busladung Flüchtlinge für Merkel

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Aus Protest gegen die deutsche Flüchtlingspolitik hat ein Lokalpolitiker aus Bayern gestern Flüchtlinge per Bus nach Berlin zu Bundeskanzlerin Angela Merkels Amtssitz bringen lassen. Die 31 Syrer können laut dem Landrat Peter Dreier in seinem Landkreis keine Wohnung finden.

Bei den Flüchtlingen handelt sich um Männer, deren Asylantrag anerkannt wurde. Eigentlich müssten sie sich eine eigene Wohnung suchen, sie sind jedoch nach wie vor in Flüchtlingsunterkünften untergebracht. Der Landrat bezeichnete die Reise nach Berlin als «Verzweiflungsaktion», weil es in seinem Landkreis keinen freien Wohnraum mehr gebe.

In Berlin wurden die Flüchtlinge am Abend von einem Vertreter der Senatsverwaltung für Gesundheit und Soziales in Empfang genommen. Die Behörde wollte ihnen in Absprache mit dem Kanzleramt für die erste Nacht eine Unterkunft besorgen.

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Landrat Peter Dreier redet in Berlin vor den Medien. imago/epd

Eine Unterbringung in einer Notunterkunft hätten jedoch sowohl die Flüchtlinge als auch der Landrat abgelehnt, sagte ein Sprecher. Deshalb habe man den Männern kurzfristig eine Pension im Norden von Berlin besorgt. Mehrere Flüchtlinge hätten aber ihre Pässe nicht dabei gehabt, ausserdem hätten sie offenbar auf bessere Unterkünfte gehofft.

Peter Dreier (Freie Wähler) sagte der Zeitung «Welt»: «In Gesprächen mit dem Kanzleramt wurde mir versichert, dass hier eine menschenwürdige Unterkunft organisiert wird.» Dies sei aber nicht der Fall gewesen. Die Pension, in der die Männer untergekommen seien, wolle er selbst bezahlen.

Nach Informationen der «Berliner Zeitung» sollen die Flüchtlinge heute schon wieder nach Niederbayern zurückfahren – in demselben Bus, in dem sie gekommen sind.

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller kritisierte das Vorgehen des Landrates als «Entsolidarisierung». Der Landkreis wolle die Verantwortung auf Berlin abwälzen, sagte der SPD-Politiker. «Ich erwarte, dass die Bundesregierung da noch klare Worte findet an die bayerische Landesregierung.» (SDA)

Publiziert am 15.01.2016 | Aktualisiert am 15.01.2016
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  • Michael  Meienhofer aus Ostermundigen
    15.01.2016
    Eigentlich sollte man alle Flüchtlinge in Europa nach Amerika verschiffen - zu jenen Amis, die die Auslöser zu diesem Massenexodus im nahen Osten waren. Überall wo die USA in kriegerische Absicht ihre Füsse hinsetzen entsteht nur Chaos, Flüchtlingsmisere und verbrannte Erde. Wir Nachbarn dürfen dann gnädigerweise aufwischen. Wie lange Kuschen unsere Politiker noch mit dieser Militärverrückten ?
  • gisela  bruns aus la paz
    15.01.2016
    Eines jedoch ist dem Herrn Landrat gelungen, wenn man die internationalen Medien liest und verfolgt, er hat nicht nur das Material von Kaiserin Merkels neuen Kleidern vorgeführt, sondern auch die sehr lange Pappnase hingewiesen, die als Accessoire zu Merkels outfit perfekt passt. Eben das getan, was Aufgabe der deutschen Medien gewesen wäre, die jedoch die Wahrheit mit allen Kräften verheimlichen wollen.
  • peter  Schaad 15.01.2016
    Was mir auffällt: Die Deutsche Regierung tut gerne alle kritischen Meinungen gleich ins rechte Lager einordnen. Selbst aber nimmt sie immer mehr Züge an, die vom Naziregim bekannt sind. Da wird ein Vorgehen als "Entsolidarisiert" bezeichnet oder von oben ab auf "noch klare Worte folgen" gedroht. Was ist das für ein Benehmen? Offenbar sind die Welten nicht weit auseinander..
  • alexa  sommer aus frauenfeld
    15.01.2016
    NUR 31 stück ?, schade, alle zur Fr.Merkel fahren .
  • Thomas  Bensch aus Zürich
    15.01.2016
    Innerpolitischer Missbrauch von syrischen Flüchtlingen ist das. - Die Waffen produzierenden und exportierenden Länder müssten proportional Flüchtlinge aufnehmen. Bei den Bürgern wird auch aufs Verursacherprinzip gepocht. Zuerst das fette Geschäft und die Folgen und Kosten dann ablehnen... geht ja wohl nicht. Auch wir Schweizer. Aber gemessen an den Umsätzen ist es lachhaft, was die meisten und grössten Exportländer aufnehmen.