Priorität des Pentagons Carter will Guantánamo noch schliessen

WASHINGTON (USA) - Viel Zeit bleibt nicht mehr: US-Verteidigungsminister Ashton Carter ist weiterhin entschlossen, das umstrittene Gefangenenlager Guantánamo noch in seiner Amtszeit zu schliessen.

Schliessung von Guantánamo: Zeit knapp für US-Minister Ashton Carter play
Camp X-Ray in Guantánamo: Hier wurden die ersten Gefangenen nach den Terroranschlägen von 9/11 untergebracht. Keystone

Aktuell auf Blick.ch

Top 3

1 Öffentlicher Verkehr auf dem Handy Briten jagen Porno-Pendler
2 Papa hat sich vertwittert Trump lobt die falsche Ivanka
3 Anschlag auf Istanbuler Nachtclub mit 39 Toten Silvester-Attentäter...

Ausland

Immer informiert - Abonnieren Sie den Blick-Newsletter!
Bitte geben Sie eine gültige E-Mail-Adresse ein.
Schön, dass wir Ihnen unsere BLICK News des Tages senden dürfen. Möchten Sie zusätzlich den BLICK Sport Newsletter erhalten?
teilen
teilen
0 shares
3 Kommentare
Fehler
Melden

US-Verteidigungsminister Ashton Carter ist weiterhin entschlossen, das umstrittene Gefangenenlager Guantánamo zu schliessen. Es bleibe eine Priorität des Ministers während seiner verbliebenen Amtszeit, sagte sein Sprecher Peter Cook am Donnerstag.

Er räumte jedoch ein, dass dafür nicht mehr viel Zeit bleibt. Präsident Barack Obama hatte im Februar einen neuen Anlauf unternommen, das Lager zu schliessen. Der von den Republikanern dominierte Kongress wehrt sich jedoch gegen die Überführung der restlichen Gefangenen auf US-Boden.

Derzeit befinden sich noch 60 Häftlinge in dem Lager auf Kuba. Davon haben 20 die Freigabe zur Entlassung. Die übrigen Männer will die US-Regierung in Haft lassen, weil sie sie für zu gefährlich hält.

Theoretisch besteht für Obama die Möglichkeit, sich während der verbliebenen Wochen im Amt über den Kongress hinwegzusetzen und die Insassen in Gefängnisse in die USA zu überführen. Sein Nachfolger Donald Trump hatte im Wahlkampf angekündigt, Guantánamo nicht zu schliessen.

Seit Jahren ohne Anklage

Präsident George W. Bush hatte das Lager nach den Anschlägen vom 11. September 2001 auf dem Marinestützpunkt Guantánamo Bay errichten lassen, um Terrorverdächtige festzuhalten. Viele der Insassen sitzen dort seit Jahren ohne Anklage. (SDA)

Publiziert am 11.11.2016 | Aktualisiert am 11.11.2016
teilen
teilen
0 shares
3 Kommentare
Fehler
Melden

3 Kommentare
  • Paul  Neidhart aus Zürich
    11.11.2016
    Seit Jahren ohne Anklage!
    Guantanamo ist rechtsstaatlich ein Verbrechen- ein Schandfleck und die ganze Welt toleriert Das!
  • Orlando B.  el cub ano aus Brüttisellen
    11.11.2016
    Alos Republikaner-Freunde gut lesen. Nicht Obama ist schuld, dass Guantanamo nicht geschlossen wurde. Es sind die Republikaner selber.... Bush vom gleichen Lager hats ja errichtet. Obama war und bleibt der beste Präsident, den die USA je hatte.
    • Ewald  Rindlisbacher aus Grayland
      11.11.2016
      Obama wuerde gut in die CH passen, aber hier in den USA wird er als einer der SCHLECHTESTEN Presidenten in die Geschichte eingehen. Er hat in seinen 8 Jahren nur Schulden gemacht und das Land fast in den Ruin getreiben, deshalb hat Trump auch gewonnen.