Premierministerin Theresa May Diese 1300-Franken-Lederhosen erzürnt die Briten

LONDON - Die britische Premierministerin Theresa May sorgt mit ihrem Auftritt für Aufregung. Wegen ihrer Lederhosen reagiert nun sogar Aussenminister Boris Johnson.

Premierministerin Theresa May posiert für die «Sunday Times» in Lederhosen. play
Premierministerin Theresa May posiert für die «Sunday Times» in Lederhosen.

Aktuell auf Blick.ch

Top 3

1 Um Punkt 12 Uhr übernimmt Trump Die 10 wichtigsten Fakten zur Amtsübergabe
2 Lawinen-Drama Giorgia G. (22) aus Rapperswil SG lebt!
3 Das meint BLICK zum Amtsantritt Enttäuschen Sie uns, Mr. President!

Ausland

Immer informiert - Abonnieren Sie den Blick-Newsletter!
Bitte geben Sie eine gültige E-Mail-Adresse ein.
Schön, dass wir Ihnen unsere BLICK News des Tages senden dürfen. Möchten Sie zusätzlich den BLICK Sport Newsletter erhalten?
teilen
teilen
1 shares
8 Kommentare
Fehler
Melden

Es war ein Bild für ein Interview in der «Sunday Times»: Die konservative Premierministerin Theresa May (60) sitzt lächelnd zu Hause auf ihrem roten Sofa. Sie trägt einen weiten Pulli und braune Lederhosen. Und diese Lederhosen haben im Königreich eine Staatsaffäre ausgelöst. Denn Leserinnen haben herausgefunden, dass das Stück 995 Pfund kostet, das sind fast 1300 Franken.

Für viele Briten der Beweis: Kaum im Amt, hat die Premierministerin den Bezug zum Volk verloren.

Ausverkauft: Theresa May hat die Kreation der Designerin Amanda Wakeley berühmt gemacht.  play
Ausverkauft: Theresa May hat die Kreation der Designerin Amanda Wakeley berühmt gemacht. 

Sogar aus der eigenen Partei hagelt es Kritik. Nicky Morgan (44), die 2015 als Bildungsministerin entlassen worden war, stichelt: «Ich glaube, ich habe noch nie so viel für irgendwas ausgegeben – abgesehen von meinem Hochzeitskleid.»

Die konservative Abgeordnete Nadine Dorries (59) verteidigt May und schiesst gegen Morgan zurück: Ihre Aussagen seien sexistisch, schliesslich habe Morgan die teuren Anzügen von Mays Vorgänger David Cameron (50) auch nie kritisiert.

Johnsons Seitenhieb aufs Oktoberfest

Die Lederhosen-Affäre macht weltweit Schlagzeilen. Die «New York Times» schreibt von der «Trousergate». Für den «Sydney Morning Herald» ist die Hosen-Aufregung grösser als beim Brexit.

Kann sich einen Kommentar zu den Premier-Lederhosen nicht verkneifen: Aussenminister Boris Johnson.  play
Kann sich einen Kommentar zu den Premier-Lederhosen nicht verkneifen: Aussenminister Boris Johnson.  REUTERS

Nun schaltet sich auch der konservative Aussenminister Boris Johnson (52) in die Lederhosen-Affäre ein. In einer Rede über Handelsbeziehungen mit der EU sagte er: «Wir sind so kosmopolitisch, dass wir mehr Champagner trinken und mehr deutsche Autos fahren als sonst jemand – und unsere wunderbare Premierministerin trägt Lederhosen.»

Johnson sagte dabei das Wort «Lederhosen» nicht auf Englisch, sondern auf Deutsch. Für die Briten klingt das weniger nach Eleganz, sondern wird mit Brauchtum und dem Oktoberfest in München (D) in Verbindung gebracht.

Theresa May ist über die Staatsaffäre «not very amused». Viel Freude löst «Lederhosen-Gate» hingegen bei der Designerin Amanda Wakeley (54) aus, welche die Beinkleider entworfen hat. Wie britische Medien berichten, ist das Modell ausverkauft. (gf)

Publiziert am 15.12.2016 | Aktualisiert am 15.12.2016
teilen
teilen
1 shares
8 Kommentare
Fehler
Melden

TOP-VIDEOS

8 Kommentare
  • Divico  Tigurin aus Neuchâtel-Hua-Hin
    15.12.2016
    Gute Investition...man frage nur mal einen Bayer wie lange eine qualitativ gut gefertigte Lederhose hält.
    Manche mögen Leder, andere Latex, warscheinlich gehört Johnson dazu und wenn es bös wird, Übergewichtige meist Leggins.
    Zudem zahlt sie aus der eigenen Tasche und wenn man nicht einmal mehr über das eigene Geld frei verfügen darf...?
    Aber bei ihrem Auftritt heute hat sie auch noch etwas nicht unwesentliches gesagt, aber das wird wieder mal nicht portiert. Hauptsache Lederhose..
  • Hanspeter  Niederer 15.12.2016
    Das Problem ist nicht der Preis, sondern dass sie Werbung macht für Produkte, für die unschuldige Tiere sehr häufig grausamstes Leiden zugefügt wird. Wer nicht feige und ignorant die Augen verschliessen will, sondern sich der Realität stellen will, soll mal "Lederindustrie Indien" googeln.
  • Beat  Küng aus Bellinzona
    15.12.2016
    Wenn nicht mal mehr die Reichen ihr Geld ausgeben dürfen, ja wer dann? Wir Büezer haben längst keines mehr.
  • Alina  Bosshart aus Ullapool
    15.12.2016
    Lieber so viel ausgeben für ein paar anständige Lederhosen, anstatt so viel wie bei dem Schweizerkäse Outfit von Leuthard.
  • Michael  Tomov aus Koror
    15.12.2016
    Was May mit ihrem Geld macht, ist ihre Sache. Immerhin hat sie ein so tolles Fahrgestell, dass sie noch in diese schlanke Hose passt. Kompliment.