Goldgrube Tschernobyl Polizisten wollten Atom-Müll verscherbeln

  • Aktualisiert am 03.01.2012

MOSKAU – In dem radioaktiv verseuchten Gelände um den Atomreaktor in Tschernobyl sahen vier Polizisten eine Goldgrube. Und mutierten von den Guten zu den Bösen.

In der Ukraine sind vier Polizisten festgenommen worden, die offenbar 25 Tonnen radioaktives Material vom Gelände des vor 23 Jahren explodierten Atomreaktors in Tschernobyl verkaufen wollten.

Wie das ukrainische Internet-Nachrichtenportal MIGnews.com.ua berichtete, waren die Männer mit der Sicherheit auf dem Gelände betraut. Was sie schamlos ausnützten: Sie hätten einen Lastwagen mit 25 Tonnen vom Gelände fahren lassen und damit gegen ihre Vorschriften verstossen.

Der russische Radiosender Moskauer Echo meldete, dass die Strahlung des geklauten Materials um ein 13-faches über dem zugelassenen Grenzwert liegt. Strafermittlungen gegen das kriminelle Polizisten-Quartett seien eingeleitet worden.

Die Explosion des Atommeilers im April 1986 ist die grösste Reaktorkatastrophe. Grosse Teile Europas, vor allem aber die damaligen Sowjetrepubliken Ukraine, Weissrussland und Russland, wurden radioaktiv verseucht. (SDA/dip)

Der Katastrophen-Reaktor von Tschernobyl.- Reuters

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