NEW YORK - Ein amerikanischer Ordnungshüter kontaktierte Frauen im Internet, um Schreckliches mit ihnen anzustellen. Er wurde verhaftet.
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In einer Anhörung versucht Valles Verteidigerin Julia Gatto, die Fantasien ihres Mandanten zu rechtfertigen
(Reuters)Gilberto Valle (28) hatte einen teuflischen Plan: Der Officer des New York Police Departments (NYPD) suchte sich weibliche Opfer in einer Polizeidatenbank und auf einer Datingplattform im Internet. Von diesen mehr als 100 Frauen stellte er auf seinem Computer detaillierte Steckbriefe inklusive Fotos zusammen.
Wäre Valle am Mittwoch nicht verhaftet worden, hätte diesen Frauen Unmenschliches widerfahren können. Denn der NYPD-Polizist hatte laut verschiedenen US-Medien folgenden Plan: Er wollte die Frauen kidnappen, foltern, töten, kochen und zum Schluss verspeisen.
Seine abscheulichen Pläne hatte Valle über E-Mail und Chatforen mit unbekannten Dunkelmännern besprochen. Das FBI hat diese Konversationen aufgearbeitet und Teile davon veröffentlicht.
Über sein erstes Opfer schreibt Valle mit einem Unbekannten, genannt CC-1:
CC-1: Wie gross ist dein Ofen?
Valle: Gross genug um eins dieser Girls da reinzustecken, wenn ich ihre Beine falte.
Ein anderes Mal diskutieren sie eine andere Methode:
CC-1: Wie könnten wir sie übers Feuer hängen? Ich denke, wir müssen sie in eine Art Käfig sperren. Welchen Teil des Fleisches magst du am liebsten?
Valle: Ich dachte, wir könnten sie auf eine Vorrichtung binden und sie auf kleiner Flamme kochen, damit sie möglichst lange am Leben bleibt. Ich liebe es daran zu denken, dass sie jetzt gerade schläft und nicht die leiseste Ahnung davon hat, was wir planen. Ihre Tage sind gezählt. Ich bin froh, bist du auch dabei. Sie sieht lecker aus, nicht wahr?
CC-1: Du weisst, wenn wir nichts verschwenden, gibt sie fast 34 Kilo Essbares her.
Aus dem Protokoll geht ausserdem hervor, dass Valle diese Frau einmal zum Essen in einem Restaurant traf.
Valle hat sechs Jahre lang als Polizist in New York gearbeitet, ist verheiratet und hat ein Kind. Auf der Datingplattform, auf der er unter anderem nach Opfern suchte, habe er bei seiner Lieblingsspeise folgendes angegeben: «Ich probiere alles und bin überhaupt nicht heikel.»
Die Behörden kamen Valle wohl dank seiner Ehefrau auf die Schliche. Kürzlich erst habe er einen Streit mit ihr gehabt, worauf sie zu ihren Angehörigen flüchtete, die Behörden kontaktierte und von den Aktivitäten ihres Ehemanns im Internet berichtete.
Valle wurde als Polizist sofort suspendiert und angeklagt. Ihm droht eine lebenslange Haftstrafe.
Valles Verteidigerin sagte in einer Anhörung am Donnerstag, ihr Mandat habe kein Verbrechen begangen. Schlimmstenfalls habe ihr Mandant sexuelle Fantasien. Es liegt jetzt im Ermessen des Gerichts zu beurteilen, ob Valle seine Fantasien in die Tat umsetzen wollte. (whk)