Polizist schiesst Journalist ins Bein Er wollte ihm die neue Dienstwaffe vorführen

BREMERHAVEN (D) - Ein Deutscher Journalist der «Nordsee Zeitung» wurde heute Morgen bei einem Pressetermin angeschossen. Der Schütze: ein Polizist. In seiner Hand: eine neue Dienstwaffe..

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Der Journalist wurde mit einer solchen SIG Sauer angeschossen. Die Tatwaffe wurde sichergestellt und eine Ermittlung eingeleitet. Wikipedia

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Eigentlich wollte die Polizei in Bremerhaven einem Journalisten bloss die neue Dienstwaffe vorführen. Beim Recherchetermin heute Morgen in der Polizeipressestelle waren zwei Polizisten und ein Journalist der Nordsee Zeitung anwesend. Letzterer wollte eine mehrteilige Serie über die Ausstattung der Polizei verfassen. Insbesondere ging es um den Wechsel von einer alten zu einer neuen Dienstwaffe.

Im Verlaufe des Interviews löste sich um 10.22 Uhr ein Schuss. Das Projektil traf den Redakteur am Oberschenkel. Es war ein glatter Durchschuss.

Der Schuss habe sich unbeabsichtigt aus der Dienstpistole eines Beamten gelöst, wie die Polizei mitteilte. Der Mann wurde ins Krankenhaus gebracht. Die Zeitung teilte auf Facebook mit, dass es ihrem Teammitglied «nach ersten Erkenntnissen den Umständen entsprechend gut» gehe.

Die Polizei klärt nun ab, wie es zu dem Unfall kommen konnte. Ermittelt wird wegen fahrlässiger Körperverletzung. Wieso die Waffe geladen war, ist Teil der dienstlichen Untersuchung.

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Pressekonferenz mit Polizei-Chef Harry Götze zum Unfall beim Interview mit einem Reporter der Nordsee-Zeitung. Screenshot

Polizei-Chef Harry Götze gab am Nachmittag eine Pressekonferenz. «Der Journalist schwebte nicht in Lebensgefahr. Aber Besuche kann er derzeit noch nicht empfangen, da er noch in Behandlung ist.»

Am Unfallort seien Spuren gesichert und Tatort-Fotos erstellt worden. Auch die Waffe, eine «Sig Sauer P6 9mm», wurde sichergestellt. «Das Ganze ist nicht allzu schön. Das ist nicht nur ein bedauerlicher Zwischenfall, so etwas darf eigentlich gar nicht passieren.» (ct)

Publiziert am 23.02.2016 | Aktualisiert am 01.03.2016
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Schiessunfall: Polizist bei Handgemenge verletzt

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10 Kommentare
  • Heinz  Grobi 24.02.2016
    Zum x-ten Mal....... ein Schuss löst sich NIE, NIE, NIE...... von selbst, sondern wird durch eine Manipulation ausgelöst.
  • Heinz  Muenger 24.02.2016
    Gerade einem Polizisten sollten solche "fahrlässigen" Unfälle nicht passieren, denn die werden ja geschult, mit der Waffe richtig umzugehen. Er wollte dem Journalisten die Waffe zeigen...
    ...das ist doch ein Witz - einem solchen Menschen soll man schon gar nie eine Waffe in die Hände geben, der ist nicht "geeignet" dafür. Und wozu muss eine Waffe zum zeigen und erklären überhaupt geladen sein, und das noch ungesichert? Solche Situationen bestätigen mir wieder vieles...
  • Bosshard  Matthias , via Facebook 24.02.2016
    Was für ein Anfänger, Sorry. Erstens eine Waffe ist immer als geladen anzuschauen, darum richtet man sie NIE gegen Menschen, ausser im Einsatz. Zweitens IMMER selber vergewissern als erstes ob die Waffe geladen ist und sowas macht Dienst bei der Polizei.
  • Sepp  Hitz , via Facebook 24.02.2016
    Wieso war Seine Dienstwaffe nicht in Sicherheit? Fragen Sie doch mal die EU. Waffen gehören den Terroristen liebe Linken und nicht in die Hände von Polizisten. Wau, da kommt aber noch etwas auf uns zu.
  • Peter  Li , via Facebook 24.02.2016
    Grundlegende Sicherheit missachtet, weil Technik kann auch versagen, aber meistens ist es menschliches Versagen. Ich habe mal meine Waffe durchgeladen in einem Raum mit anderen Leuten, es hat sich wegen einem Defekt durch abnutzung ein Schuss gelöst, das einzige was passiert ist ausser dem Schreck, war ein Loch in der Wand, weil immer weg zielen beim hantieren.