Poker-Räuber Polizei muss Verdächtigen freilassen

BERLIN – Letztes Wochenende überfielen Räuber ein Pokerturnier in Berlin. Die vier Räuber stellten sich dabei zwar blöd an – dennoch musste die Polizei jetzt einen Taverdächtigen frei lassen.

  • Publiziert: 13.03.2010, Aktualisiert: 19.01.2012

Die «Berliner Morgenpost» berichtet heute von der Festnahme eines Mannes am späten Freitagabend. Der Verdächtige soll schon 2004 an einem Überfall auf eine Spielbank in Berlin beteiligt gewesen sein.

Die Polizei bestätigte die Festnahme heute morgen, teilte dann aber am nachmittag mit, dass der Mann wieder auf freien Fuss gesetzt wurde. Es bestehe kein dringender Tatverdacht, hiess es.

Damit muss die Polizei vorn anfangen und weiter nach den vier Casino-Räubern fahnden. Dabei hatte die Polizei vor ein paar Tagen verlauten lassen, dass die Räuber sehr dilettantisch vorgegangen waren und man optimistisch sei, sie bald zu fangen.

Vier maskierte Räuber hatten letzten Samstag ein Pokerturnier im «Grand Hyatt» überfallen und 242‘000 Euro erbeutet (Blick.ch berichtete). Dabei stellten sie sich aber nicht besonders geschickt an: Aufnahmen von Überwachungskameras zeigten, dass einer der Gangster nicht einmal Handschuhe trug. Entsprechend viele Spuren hinterliessen sie.

Nach Angaben der «Berliner Morgenpost» soll die Polizei Anfang der Woche Hinweise auf das Fluchtfahrzeug der Männer bekommen haben.

Kein Durchbruch mit «Aktenzeichen XY»

Insgesamt gingen seit vergangenem Samstag 80 Zeugenaussagen bei der Polizei ein. Davon seien bereits 40 Menschen vernommen worden, sagte ein Polizeisprecher. Zudem hatte am Mittwochabend ein Bericht in der ZDF-Sendung «Aktenzeichen XY...ungelöst» weiterhelfen sollen. Trotz eines Millionen-Publikums habe dieser aber keine neuen Hinweise gebracht, sagte eine Sprecherin der Sendung. (gux/SDA)

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