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Seit Mai letzten Jahres wird die kleine Madeleine McCann vermisst, die Untersuchungen der portugiesischen Beamten führten bisher zu mehr als dürftigen Ergebnissen. Immer wieder tauchen neue mögliche Täter auf, ein Verdacht konnte bisher nie erhärtet werden. Auch nicht gegen die Eltern Kate und Gerry McCann, die immer noch im Fokus der Ermittlungen stehen.
Und hier liegt der springende Punkt: Nach Beginn der Überprüfung der Eltern sei es zu einer «gewissen Überstürzung» gekommen. Mit dieser Aussage trat Alipio Ribeiro, Leiter der Kriminalpolizei, an die Öffentlichkeit. Mit Abstand zu den Geschehnissen hätte wohl eine «andere Bewertung» vorgenommen werden müssen.
So hingegen brodelt seit Monaten die Gerüchteküche. Im September wurden die McCanns, gestützt auf Indizien, zu Verdächtigen erklärt, Beweise liegen bis heute keine vor. Umso unverständlicher, dass sich die portugiesische Polizei hartnäckig weigert, Untersuchungsergebnisse eines britischen Labors bekannt zu geben. Dieses hatte lange nach dem Verschwinden Maddies Proben genommen und ausgewertet.
Opfer der Stümperei ist die kleine Madeleine, schliesslich schwindet die Hoffnung mit jedem Tag ein bisschen mehr. Und weder die beispiellose Medienkampagne noch die von den Eltern angeheuerten Privatdetektive konnten bisher Licht ins Dunkel des Dramas bringen. (SDA/zeb)
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Paulo Rebelo, der neue von Alipio Ribeiro eingesetzte Chefermittler. (Keystone)