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Vor laufender Kamera verübten dreiste Gangster am Samstag im Berliner Luxus-Hotel Park Hyatt einen Raubüberfall auf ein Poker-Turnier (Blick.ch berichtete). Dabei vergeigten sie die Chance, richtig dick abzusahnen. Denn einer der Täter liess auf der Flucht eine Tasche mit 500‘000 Euro fallen. Übrig blieben somit «nur» 250‘000 Euro.
Die Art und Weise, wie die Räuber den Überfall durchzogen, lässt die Polizei auf baldigen Erfolg bei ihren Ermittlungen hoffen. Wer vor laufender Kamera eine solche Tat begehe, sei eher ein Dilettant, sagt der Vorsitzende der Polizeigewerkschaft, Rainer Went gegenüber dem TV-Sender «n-tv».
Ausserdem trugen die Gangster zwar Masken, doch weil sie ohne Handschuhe unterwegs waren, hinterliessen sie DNA-Spuren am Tatort. Auf ihrer Flucht zogen sie zudem die Masken aus, um im Getümmel der Fussgänger nicht aufzufallen. Was die Räuber nicht bedachten: Die Region ist videoüberwacht.
Die Polizisten gehen deshalb davon aus, die Täter rasch zu identifizieren und zu fassen. Derzeit werten sie Überwachungsvideos und Handy-Aufnahmen von Augenzeugen beim Poker-Turnier aus. Die Chancen für die Aufklärung «stehen nicht schlecht», so Berlins Polizeipräsident laut dem Online-Dienst «Bild.de». (noo)