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Indizien deuteten darauf hin, dass Venezuela mit den kolumbianischen Farc-Rebellen und der baskischen Terror-Organisation ETA kooperiert habe, schrieb der spanische Ermittlungsrichter Eloy Velasco in einem Bericht, der gestern in Madrid veröffentlicht wurde.
Der Jurist ermittelt gegen sechs mutmassliche ETA-Mitglieder und sieben Farc-Rebellen, die in Spanien Anschläge auf den kolumbianischen Staatschef Alvaro Uribe und dessen Vorgänger Andrés Pastrana geplant haben sollen.
Zu den Verdächtigen gehört auch ein mutmassliches ETA-Mitglied, das in Venezuela lebt und der dortige Verbindungsmann der baskischen Separatisten sein soll. Der 46-Jährige erhielt nach Angaben des Ermittlungsrichters von der Chávez-Regierung hohe Posten in der Verwaltung, unter anderem als Abteilungsleiter im Agrarministerium.
Die ETA unterhält schon seit Jahrzehnten in Lateinamerika Verbindungen zu verschiedenen Organisationen. In Venezuela lebten zeitweise bis zu 40 ETA-Terroristen. Mit den Rebellen der Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens (Farc) arbeite die ETA seit den 80er Jahren zusammen, heisst es in dem Bericht.
Der Richter erliess internationale Haftbefehle gegen die Verdächtigen. Von den sechs gesuchten mutmasslichen ETA-Terroristen leben nach spanischen Medienberichten drei in Kuba und je einer in Mexiko und Venezuela. Bei einem ist der Aufenthaltsort unbekannt.
Der Bericht des Richters dürfte die Beziehungen zwischen Spanien und Venezuela belasten. Die Regierung in Madrid forderte Chávez umgehend dazu auf, zu den Vorwürfen Stellung zu beziehen.
Aussenminister Miguel Angel Moratinos habe die venezolanische Regierung um eine Erklärung gebeten, sagte Ministerpräsident José Luis Rodríguez Zapatero auf einer Pressekonferenz mit der deutschen Kanzlerin Angela Merkel in Hannover.
Venezuela wies die Darstellung entschieden zurück: Die Regierung kritisierte die Mitteilung des Obersten Gerichts in Madrid als nicht hinnehmbar. Es handle sich um «politisch motivierte Anspielungen» ohne jegliche Grundlage. (SDA)
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Hugo Chávez wird vorgeworfen, Gemeinsame Sache mit Terroristen zu machen. (Keystone)