Plagiierte Jura-Examensarbeit Mexikos Präsident hat abgeschrieben

Mexiko-Stadt – Mexikos Präsident Enrique Peña Nieto hat nach Angaben seiner früheren Hochschule Teile seiner Jura-Examensarbeit abgeschrieben. Einige Passagen seien wörtliche Wiedergaben anderer Texte, ohne dass dies mit Fussnoten oder in der Literaturliste kenntlich gemacht wurde.

Mexiko Präsident: Plagiatsverdacht gegen Peña Nieto von Uni bestätigt play
Auch Du, Enrique: Mexikos Präsident Peña Nieto hat bei seiner Jura-Arbeit geschummelt. (Archivbild) KEYSTONE/EPA EFE / PRESIDENCY OF MEXICO/MEXICO / HANDOUT

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In anderen Fällen seien Zitate aus anderen Arbeiten nur unpräzise ausgezeichnet worden, teilte die private Universidad Panamericana am Montag mit. Die Universität erklärte, sie könne in dem Fall nichts unternehmen, da er zu lange zurückliege. Sie bat die grösste Hochschule des Landes, die Nationale Autonome Universität von Mexiko, um Hilfe im Umgang mit dem «beispiellosen» Vorgang.

Das Gutachten der Universidad Panamericana folgt auf Recherchen der Website «Aristegui Noticias», die in der vergangenen Woche über den Plagiatsverdacht berichtet hatte. Sie warf dem Staatschef vor, bei «mindestens 197 der 682 Absätze» der vor 25 Jahren verfassten Arbeit handle es sich um ein Plagiat.

Das Portal «Aristegui Noticias» wird von der bekannten mexikanischen Journalistin Carmen Aristegui geleitet. Sie hatte 2014 eine Affäre um den Kauf eines Luxushauses durch Peña Nietos Ehefrau Angélica Rivera aufgedeckt - sie erwarb das Anwesen demnach von einer Firma, die auch Staatsaufträge erhielt. Der Kauf wurde schliesslich annulliert.

Der mexikanische Staatschef befindet sich zurzeit in einem Umfragetief, seine Beliebtheitswerte liegen bei nur etwa 23 Prozent. (sda/sac)

Publiziert am 30.08.2016 | Aktualisiert am 30.08.2016
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  • Roland  Benz , via Facebook 30.08.2016
    Nur weil bei seiner Doktorarbeit betrogen wurde, ist noch lange nicht bewiesen, dass er sie auch selber verfasst hat. Ich bin mir fast sicher, Präsident Nieto ist ein anständiger Kerl und der tatsächliche Halunke ist der von ihm beauftragte Autor. Die meisten Politiker und Manager sind einfach zu unbegabt, ihre eigenen Arbeiten zu erledigen und profitieren deshalb bereits im Studium von den Vorzügen des Delegierens. Früh übt sich ... und der Erfolg gibt ihnen Recht!
  • Claudio  Hammer aus Zürich
    30.08.2016
    Er kann ja Doris Fiala oder Frau von der Leyen als Beraterinnen einstellen - die haben schon Erfahrung wie man relativ unbeschadet wieder aus einer Plagiatsaffäre rauskommt im Gegensatz zu einigen anderen die darüber gestolpert sind wie z.B. Karl-Theodor zu Guttenberg