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Die somalischen Seeräuber seien mit einem schnellen Motorboot gekommen, berichtete der Kapitän des Fangschiffes «Drennec». Wegen des hohen Seegangs sei ihr Versuch gescheitert, an Bord des Fangschiffes zu klettern.
Die Piraten hätten daraufhin Granaten abgefeuert. Eine Granate traf die Reling. Eine andere fiel an Bord, ohne zu detonieren.
Die Fischer fordern jetzt den Beistand der französischen Kriegsmarine im Indischen Ozean. Die meisten französischen und spanischen Fangschiffe hätten den Fang unterbrochen und in Häfen auf den Seychellen Schutz gesucht, sagte der Kapitän.
Sie verlangten Schutz durch die vor Somalia kreuzende französische Marine. In dem Seegebiet sind Fangschiffe aus Frankreich und Spanien mit zusammen 2000 Mann Besatzung unterwegs.
Luxus-Segler geentert
Vor einem halben Jahr war der französische Luxussegler «Ponant» vor Somalia in die Hand von Seeräubern geraten. Französische Kommandos hatten die Piraten nach dem Freikauf der Geiseln auf somalischem Boden angegriffen.
Mehrere Seeräuber wurden damals gefangen genommen und nach Frankreich gebracht. Ein Teil des Lösegeldes wurde sichergestellt. Anfang September haben somalische Piraten einen französischen Segler mit zwei Menschen an Bord gekapert. Für die Geiseln verlangen sie Lösegeld und die Freilassung ihrer Kumpane.
Piratenangriffe vor der Küste des ostafrikanischen Landes Somalia sind fast alltäglich. Die Angreifer kommen in der Regel aus der autonomen Region Puntlant.
Gingen die Seeräuber anfangs nur nahe der Küste auf Beutefang, so fahren sie jetzt mit grossen Mutterschiffen auch weit auf See hinaus. Dort setzen sie schnelle Kleinboote aus, mit denen sie Frachter und Touristenschiffe angreifen. (SDA)