
Bitte melden Sie sich an, um Ihren Kommentar abzugeben.
Wenn Sie ein Konto bei Facebook haben, können Sie sich damit anmelden.
Das Geiseldrama am Horn von Afrika ist zu Ende. Die Besatzung der von Piraten gekaperten französischen Luxusyacht ist wieder frei, wie der französische Staatschef Nicolas Sarkozy heute mitteilte.
Die 30-köpfige Segelschiff-Besatzung, die am vergangenen Freitag vor Somalia entführt wurde, sei «ohne Zwischenfall» freigekommen. Sarkozy sagte, er sei den französischen Streitkräften und allen staatlichen Stellen «sehr dankbar», dass die Geiselnahme schnell zu Ende gebracht worden sei.
In Armeekreisen hiess es, die Besatzung der «Le Ponant» sei ohne Waffengewalt durch Verhandlungen freigekommen. Ob Lösegeld gezahlt wurde, ist unklar.
22 Franzosen dürfen nach Hause
Die französische Regierung werde dafür sorgen, dass die 22 Franzosen unter den Besatzungsmitgliedern «so bald wie möglich» in ihre Heimat zurückgebracht würden, erklärte Aussenminister Bernard Kouchner.
Somalische Piraten hatten den Dreimaster vor einer Woche in ihre Gewalt gebracht. Sie ankerten mit der «Le Ponant» vor der abtrünnigen Region Puntland. Am Wochenende hatte Frankreich eine Spezialeinheit nach Dschibuti geschickt, die im Notfall eingreifen sollte.
Für den Handstreich an Bord des Segelschiffes brauchten die Piraten übrigens keine Gewalt anzuwenden: Offenbar erreichten sie die «Le Ponant» ganz einfach über eine Badeleiter am Heck. (SDA/num)