Philippinen-Präsident Duterte droht Beamten «Ich werde dich aus dem Helikopter werfen»

MANILA (PHILIPPINEN) - Der philippinische Präsident Rodrigo Duterte droht, korrupte Beamte persönlich aus einem fliegenden Helikopter zu werfen – er habe das auch schon gemacht.

Philippinen: Duterte will korrupte Beamte aus Helikopter werfen play
Der philippinische Präsident sprach am Dienstag vor Opfern eines Wirbelsturms – und drohte korrputen Beamten. REUTERS/ERIK DE CASTRO

Aktuell auf Blick.ch

Top 3

1 Trump erträgt die Wahrheit nicht «Noch nie wohnten so viele Menschen...
2 Sie spielten Billard, als die Schneewalze kam Hotel-Kinder überlebten...
3 Pannenhandy Galaxy Note 7 Samsung bestätigt Akku als Brandherd

Ausland

Immer informiert - Abonnieren Sie den Blick-Newsletter!
Bitte geben Sie eine gültige E-Mail-Adresse ein.
Schön, dass wir Ihnen unsere BLICK News des Tages senden dürfen. Möchten Sie zusätzlich den BLICK Sport Newsletter erhalten?
teilen
teilen
3 shares
14 Kommentare
Fehler
Melden

«Wenn du bestechlich bist, werde ich dich mit einem Helikopter holen und dich dann hinauswerfen», sagt Duterte in einem vom der Regierung verbreiteten Video. «Ich habe so etwas schon einmal gemacht, warum sollte ich es nicht nochmal tun?»

Es ist ein Ausschnitt aus einer Rede, die er am Dienstag vor Opfern eines Wirbelsturms hielt. Der frühere Staatsanwalt sagte, er habe einmal einen Chinesen aus einem Helikopter gestossen, der des Mordes und der Vergewaltigung verdächtig gewesen sei. Vom Fernsehsender ABS-CBN befragt, wollte Duterte den Vorfall nicht bestätigen. «Wenn das wahr wäre, würde ich es nicht zugeben», sagte er.

Dutertes Kampagne fordert bereits 2400 Tote 

Duterte steht seit längerem international in der Kritik – unter anderem wegen seines Kampfes gegen Drogenkriminalität. Seit seinem Amtsantritt im Juni kamen über 2400 Menschen im Zuge der Kampagne gegen Rauschgift gewaltsam ums Leben.

Zahlreiche Drogenhändler und -konsumenten wurden offenbar mit Unterstützung der Behörden von Bürgerwehren getötet. Dies löste auch Proteste der UNO und von Menschenrechtsaktivisten aus. (SDA/vac)

Publiziert am 29.12.2016 | Aktualisiert am 29.12.2016
teilen
teilen
3 shares
14 Kommentare
Fehler
Melden

TOP-VIDEOS

14 Kommentare
  • Erich  Buetler aus Zamboanguita
    30.12.2016
    Auch philippinische, nicht nur westliche Medien, verstehen die Sprueche und Aussagen des Praesidenten nicht immer. Es geschieht praktisch alle 2-3 Tage, dass seine Kommunikationsmitarbeiter der Oeffentlichkeit erklaeren muessen, dass der Praesident es nicht so gemeint hat, oder dass seine Aussage bloss ein Witz war. Sein Sprecher Ernesto Abella meinte mal aller Ernstes, es brauche eben eine gewisse "creative imagination", um die Sprueche des Praesidenten interpretieren zu koennen.
  • Hanspeter  Oppliger aus Valencia Philippinen
    30.12.2016
    Präsident Duterte macht seine Sache hier in den Philippinen sehr gut. Die ausländische Presse mit ihrer einseitigen Berichtserstattung, zum Teil sogar mit Unwahrheiten, sollte zuerst prüfen, dann schreiben!. Über die vielen positiven Aktionen von Duterte, zum Beispiel Hilfe für Strassenkinder, Beschaffung von tausenden Ambulanzen und Polizeifahrzeugen, dem Erfolg bei der Drogenbekämpfung, erfolgreicher Kampf gegen Korruption, Kampf gegen Krankheiten etc., liest man nichts, komisch!
  • Heinz  Manhart aus Cainta
    30.12.2016
    8 Kommentare bis jetzt. Wäre interessant zu wissen wer von den Kommentatoren in den Philippinen lebt und die hiesigen Verhältninsse kennt.
  • Lorenz   Müller 29.12.2016
    Korruption ist die neue Geisel der Menschheit. Man muss Beamte nicht gleich aus dem Flugzeug schmeissen, aber mit aller Härte bestrafen. Das gilt auch für die Schweiz! Denn beim Bund gehört Korruption bereits zum Standard. Ich erinnere nur an den über 100 Mio-Skandal "Insieme", an den beim Seco, und, und, und. So viele Millionen, wie Bund, Kantone und Gemeinden für EDV scheinbar jedes Jahr benötigen, kann man gar nicht ausgeben. Also, wohin verschwindet dieses Geld?
  • Tobias  Sommermatter , via Facebook 29.12.2016
    Erschreckend, wie wenig Respekt man vor dem Rechtsstaat noch hat. Aber es sind die gleichen, die hier Mord ohne Prozess befürworten, die sich sonst hier ob jeder Parkbusse aufregen, als ob es ein Todesurteil wäre.
    • Danilo  Lindake aus NEERACH
      29.12.2016
      Ich mag Duterte und zahle meine Parkbusse ohne zu murren! Duterte regiert einen Staat der hochkorrupte Behörden und Polizisten hat und kann darum nicht auf ein bestehendes Rechtssystem zurückgreifen! Wer selber einmal in einem Land wie den Philippinen lebte oder noch lebt, wird ihnen gerne den Unterschied erklären. Duterte ist wohl einer der wenigen Staatsmännern in einem Entwicklungsland der tatsächlich gewillt ist aufzuräumen. Das geht aber nicht mit Streicheleinheiten wie bei uns.