
Bitte melden Sie sich an, um Ihren Kommentar abzugeben.
Wenn Sie ein Konto bei Facebook haben, können Sie sich damit anmelden.
Pfizer hatte 1996 in Kano das Meningitismedikament Trovan an 200 Kindern getestet, während in der Region zeitgleich eine Epidemie von Meningitis, Masern und Cholera herrschte. Elf Kinder starben, 189 erlitten körperliche Schäden.
Auf 2.75 Milliarden Dollar verklagt
Die Einigung sei in «beiderseitigem Interesse», weil somit ein langwieriger Rechtsstreit vermieden werden könne, erklärten die Parteien. Der Bundestaat Kano hatte Pfizer 2006 wegen illegaler Medikamententests verklagt und 2,75 Milliarden Dollar Schadensersatz gefordert.
Die beteiligten Parteien haben sich nun 13 Jahre später aussergerichtlich geeinigt. Pfizer verpflichtete sich zu einer Zahlung in Höhe von 75 Millionen Dollar an den nordnigerianischen Bundesstaat Kano.
Pfizer zahlt 35 Millionen Dollar in einen Meningitis- Gesundheitsfonds und 30 Millionen Dollar für andere Gesundheitsprojekte des Bundesstaates. Weitere 10 Millionen Dollar erhält Kano für die bisherigen Kosten des Rechtsstreits. Der Bundesstaat verhandelte im Namen der Familien der Opfer mit Pfizer.
Weitere Einigung möglich
Damit sind die Rechtsstreitigkeiten in dem Fall allerdings noch nicht beendet. Die nigerianische Bundesregierung verlangt von Pfizer ebenfalls Schadensersatz. Ein Anwalt der Regierung zeigte sich aber zuversichtlich, dass auch in diesem Fall eine Einigung erzielt werden könne. (SDA/lec)