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Seit Tagen entsetzen die Nachrichten von der Gewalt selbsternannter «Tierschützer» die ganze Welt. Ob «Animal Liberation Front» (A.L.F.), «Stop Huntingdon Animal Cruelty» (SHAC) oder wie sie alle heissen: Sie alle haben eines gemeinsam. Sie sind Aktivisten, die nicht vor Terrorakten zurückschrecken.
Das beweisen ihre brutalen Aktionen, etwa die in der Schweiz seit 2003 (siehe Box), sowie die Anschläge gegen Novartis-Chef Daniel Vasella.
Peta: Verständnis für «verzweifelte Taten»
Und was sagt Peta («People for the Ethical Treatment of Animals») zu den militanten Aktionen? Peta ist nach eigenen Angaben die «weltweit grösste Tierrechts-Organisation» und hierzulande vor allem bekannt für die Aktionen mit halbnackten Prominenten, die ihre Haut dafür hergeben, gegen Pelz zu werben.
BLICK fragte nach und wollte von Harald Ullmann, dem Vorsitzenden von Peta Deutschland, wissen, wie er nach den Terror-Anschlägen zur den Taten dieser Organisationen steht.
Peta-Vorsitzender Ullmann betont als Erstes: «Wir von Peta sind eine legale Tierschutz-Organisation». Dann ruft er auf seltsame Art zu Tierschutz auf: «Wir bitten alle Menschen, mindestens legale Massnahmen zu gebrauchen, damit diese Sachen aufhören.»
«Mindestens legale Massnahmen»? Was hält die Peta denn von den Aktionen der A.L.F.? Vom Tier-Terror? Und ganz spezifisch: Von den Anschlägen gegen Daniel Vasella? Dazu der Peta-Vorsitzende zu BLICK: «Ich kann angesichts des Unrechts und der Gräuel, die Tieren angetan werden, verstehen, wie weit manche Menschen gehen, dass auch illegale Aktionen gemacht werden. Es ist verständlich, dass manche Menschen zu verzweifelten Taten schreiten, um die Aufmerksamkeit von Unternehmen zu bekommen. Wenn der Missbrauch von Tieren beendet wird, dann werden auch die Proteste aufhören – die legalen wie die illegalen.»
Mit anderen Worten: Peta zeigt «Verständnis» für den Tier-Terrorismus. Und nur, wenn sich ihre Sicht der Welt durchsetzt, wird der Terror aufhören, heisst der letzte Satz des Peta-Vorsitzenden.
Peta gab Tier-Terroristen Geld
Völlig überraschend kommen diese Äusserungen nicht. Direktorin und praktische Alleinherrscherin des Peta-Imperiums ist Ingrid Newkirk (60). Und die hat sich noch kaum je einen Hehl um ihre Sympathien für militanten Tier-«Schutz» gemacht. So sagte sie noch 2004 über die A.L.F.-Terroristen: «Denker mögen Revolutionen vorbereiten, aber Banditen müssen sie ausführen.» An anderer Stelle vergleicht sie A.L.F.-Terroristen allen Ernstes mit den Bekämpfern der Sklaverei in den USA und fragt: «War das alles falsch?»
Ausserdem beweisen Dokumente: Peta überwies über 100000 Dollar an den ehemaligen A.L.F.-Kämpfer Ron Coronado, nachdem dieser wegen einer Brandstiftung verurteilt wurde. Coronado hielt auch Vorträge vor Schülern und Studenten – er brachte ihnen bei, wie man mit billigsten Mitteln Bomben bastelt. Peta-Direktorin Newkirk ist überzeugt: «Keine Bewegung, die eine soziale Veränderung herbeiführen will, hat das je ohne militärische Komponente geschafft».
Seriöse Tierschützer leiden
Zum Glück gibt es genug andere Tierschützer, die sich in aller Deutlichkeit von jeglicher Form von Gewalt distanzieren – etwa der Schweizer Tierschutz STS, Erich Gysling (73) oder die Vereinigung «Vier Pfoten» (im BLICK). Sie alle sind sich auch sehr bewusst, dass ihre Arbeit durch die Anschläge der Tier-Terroristen in Verruf gebracht wird. Und von Organisationen, die den Tier-Terroristen Verständnis entgegenbringen, wohl ebenfalls.
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Harald Ullmann von Peta Deutschland: «Ich kann angesichts des Unrechts und der Gräuel, die Tieren angetan werden, verstehen, wie weit manche Menschen gehen.» (ZVG)