Peta zeigt «Verständnis» für Tier-Terroristen

  • Publiziert: 07.08.2009, Aktualisiert: 09.01.2012
  • Von Gabriel Brönnimann

Offen geben die Tier-Terroristen zu, dass sie Menschen töten wollen. Jetzt sagt die grosse legale Tierschutz-Organisation Peta zu BLICK, die militanten Aktionen seien «verständlich»!

Seit Tagen entsetzen die Nachrichten von der Gewalt selbsternannter «Tierschützer» die ganze Welt. Ob «Animal Liberation Front» (A.L.F.), «Stop Huntingdon Animal Cruelty» (SHAC) oder wie sie alle heissen: Sie alle haben eines gemeinsam. Sie sind Aktivisten, die nicht vor Terrorakten zurückschrecken.

Das beweisen ihre brutalen Aktionen, etwa die in der Schweiz seit 2003 (siehe Box), sowie die Anschläge gegen Novartis-Chef Daniel Vasella.

Peta: Verständnis für «verzweifelte Taten»

Und was sagt Peta («People for the Ethical Treatment of Animals») zu den militanten Aktionen? Peta ist nach eigenen Angaben die «weltweit grösste Tierrechts-Organisation» und hierzulande vor allem bekannt für die Aktionen mit halbnackten Prominenten, die ihre Haut dafür hergeben, gegen Pelz zu werben.

BLICK fragte nach und wollte von Harald Ullmann, dem Vorsitzenden von Peta Deutschland, wissen, wie er nach den Terror-Anschlägen zur den Taten dieser Organisationen steht.

Peta-Vorsitzender Ullmann betont als Erstes: «Wir von Peta sind eine legale Tierschutz-Organisation». Dann ruft er auf seltsame Art zu Tierschutz auf: «Wir bitten alle Menschen, mindestens legale Massnahmen zu gebrauchen, damit diese Sachen aufhören.»

«Mindestens legale Massnahmen»? Was hält die Peta denn von den Aktionen der A.L.F.? Vom Tier-Terror? Und ganz spezifisch: Von den Anschlägen gegen Daniel Vasella? Dazu der Peta-Vorsitzende zu BLICK: «Ich kann angesichts des Unrechts und der Gräuel, die Tieren angetan werden, verstehen, wie weit manche Menschen gehen, dass auch illegale Aktionen gemacht werden. Es ist verständlich, dass manche Menschen zu verzweifelten Taten schreiten, um die Aufmerksamkeit von Unternehmen zu bekommen. Wenn der Missbrauch von Tieren beendet wird, dann werden auch die Proteste aufhören – die legalen wie die illegalen.»

Mit anderen Worten: Peta zeigt «Verständnis» für den Tier-Terrorismus. Und nur, wenn sich ihre Sicht der Welt durchsetzt, wird der Terror aufhören, heisst der letzte Satz des Peta-Vorsitzenden.

Peta gab Tier-Terroristen Geld

Völlig überraschend kommen diese Äusserungen nicht. Direktorin und praktische Alleinherrscherin des Peta-Imperiums ist Ingrid Newkirk (60). Und die hat sich noch kaum je einen Hehl um ihre Sympathien für militanten Tier-«Schutz» gemacht. So sagte sie noch 2004 über die A.L.F.-Terroristen: «Denker mögen Revolutionen vorbereiten, aber Banditen müssen sie ausführen.» An anderer Stelle vergleicht sie A.L.F.-Terroristen allen Ernstes mit den Bekämpfern der Sklaverei in den USA und fragt: «War das alles falsch?»

Ausserdem beweisen Dokumente: Peta überwies über 100000 Dollar an den ehemaligen A.L.F.-Kämpfer Ron Coronado, nachdem dieser wegen einer Brandstiftung verurteilt wurde. Coronado hielt auch Vorträge vor Schülern und Studenten – er brachte ihnen bei, wie man mit billigsten Mitteln Bomben bastelt. Peta-Direktorin Newkirk ist überzeugt: «Keine Bewegung, die eine soziale Veränderung herbeiführen will, hat das je ohne militärische Komponente geschafft».

Seriöse Tierschützer leiden

Zum Glück gibt es genug andere Tierschützer, die sich in aller Deutlichkeit von jeglicher Form von Gewalt distanzieren – etwa der Schweizer Tierschutz STS, Erich Gysling (73) oder die Vereinigung «Vier Pfoten» (im BLICK). Sie alle sind sich auch sehr bewusst, dass ihre Arbeit durch die Anschläge der Tier-Terroristen in Verruf gebracht wird. Und von Organisationen, die den Tier-Terroristen Verständnis entgegenbringen, wohl ebenfalls.

USA: Kein Platz für Tier-Terroristen

Dass mit Tier-Terroristen nicht zu spassen ist, weiss man in den USA schon lange. Im Jahr 2002 sagte der US-Kongress-Abgeordnete Scott McInnis an der nationalen Konferenz «Stopping Eco-Terrorism»: «Egal ob es ums Sprengen einer Abtreibungsklinik, das In-die-Luft-jagen einer Nerz-Zucht oder das Anzünden eines Firmengebäudes geht: Dafür darf es in unserer Gesellschaft keinen Platz geben. Wir dürfen diese Form der Gewalt nicht akzeptieren.»

Noch deutlicher sprach James Jarboe, Inland-Terror-Bekämpfungs-Chef des FBI an derselben Veranstaltung über die Gruppierungen wie die A.L.F.: «Die gehören nun zu aktivsten extremistischen Elementen in den Vereinigten Staaten.»

Terror gegen Novartis-CEO

Seit 2003 sind die Tier-Terroristen auch in der Schweiz sehr aktiv. Sie verüben verschiedene Brandanschläge auf Mitarbeiter von Schweizer Unternehmen, begehen Sachbeschädigungen, Einbrüche, massive Drohungen. Seit Juni 2009 haben sie es unter anderem gezielt auf das Leben von Novartis-CEO Daniel Vasella abgesehen.

Am 17. Juni verwüsten sie die katholische Kirche an seinem Wohnort. Auf die Zufahrtsstrasse zu seiner Villa schreiben sie laut CNBC-Pharma-Reporter Mike Huckman: «Vasella ist ein Mörder. Vasella muss sterben.»

Der Horror von letzter Woche geht um die ganze Welt: Die Terroristen schänden das Vasella-Familiengrab, stehlen die Urne von Daniel Vasellas Mutter, verschmierten den Grabstein mit blutroter Farbe. Und hinterlassen weitere, unmissverständliche Morddrohungen: Auf Holzkreuzen stehen die Namen von Daniel Vasella und seiner Frau. Wenig später brennt Vasellas Jagdhaus im Tirol lichterloh.

Die A.L.F. schreibt: «Wir bedauern einzig, dass Herr Vasella nicht daheim war, als das Haus in Flammen stand.» Und im Bekennerschreiben der Jagdhütten-Brandstifter steht: «Wir werden dein Leben zerstören».
play Harald Ullmann von Peta Deutschland: «Ich kann angesichts des Unrechts und der Gräuel, die Tieren angetan werden, verstehen, wie weit manche Menschen gehen.» (ZVG)

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