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Gestern gab er sich noch verwundert über die Reaktionen auf seine Attacken in der Schweiz, heute schwingt sich Steinbrück schon wieder auf sein Pferd: «Die Schweiz lädt Ausländer dazu ein, gegen Gesetze in ihren Heimatländern zu verstossen», sagt der deutsche Finanzminister im neusten Interview mit der «Süddeutschen Zeitung».
Die Schweiz als Komplizin von Gesetzesbrechern? Der Vorwurf ist aus seinem Mund nicht neu. Wenigstens hat er diesmal auf seine sonst üblichen «Peitschen»- und «Indianer»-Sprüche verzichtet. Nach den letzten Ausfälligkeiten gegen die Schweiz hat sich der Pulverdampf nämlich noch nicht verzogen, selbst im fernen Berlin!
Steinbrück klagt im Interview nämlich, er «bekomme Drohbriefe und werde als Nazi-Scherge beschimpft». Das sei absolut unverhältnismässig und inakzeptabel.
Wenigstens beim Nazi-Vorwurf sind sich sogar Schweizer Politiker mit Steinbrück einig: Die CVP hat sich von den Aussagen ihres Nationalrates Thomas Müller distanziert. Dieser hatte den deutschen Finanzminister gestern mit der Gestapo verglichen (Blick.ch berichtete).
Steinbrück liefert heute in der «Süddeutschen» auch gleich die Erklärung für das Verhalten der Schweizer Indianer: Die Aufregung rühre wohl eher aus dem Bewusstsein, dass die Schweiz jenseits der internationalen Vereinbarungen stehe. Ohne weltweiten Druck hätten die Schweiz und andere Steueroasen nicht angekündigt, ihr Bankgeheimnis zu lockern, sagte Steinbrück. (SDA/bih)
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Keine Gnade für Rothäute: Steinbrück gibt nicht nach. (AP)