AURORA - Was für ein Happy End! Jamie Rohrs liess seine Familie im Kino zurück, wo der Attentäter wütete. Seine verletzte Freundin rettete die Kinder.
play
Jamie Rohrs floh. Er liess Patricia und die Kinder im Kino zurück.
(Corbis)Panik oder Feigheit? Jamie Rohrs konnte dem Blutbad im Kinosaal von Aurora entfliehen – seine verletzte Verlobte Patricia Legarreta, deren vierjährige Tochter und seinen Säuglingssohn Ethan liess er zurück.
Das Paar war gerade aus New Mexico nach Aurora gezogen, wollte sich einen schönen Abend machen. Die Kinder, hofften beide, würden auch im Kino einfach schlafen. Dann kam der Killer.«Leg dich hin!», hörte Patricia ihren Verlobten rufen. Dann stürzte sie zu Boden. Eine Kugel hatte sie ins Bein getroffen. In Panik sprang Rohrs über einen Sitz. Den Säugling hielt er im Arm. «Ich wollte ihn unten halten. Und er weinte», erzählte Rohrs einem Fernsehsender. «Ich weiss nicht mehr, ob ich ihn auf den Boden gelegt oder gesetzt habe.»
Rohrs verlor die Orientierung, rannte nach rechts, nach links. Um ihn herum stürzten Menschen zu Boden. Irgendwann, erzählt der Vater, wollte er zurück zu seinem Sohn gelangen. Er schaffte es nicht. Dann floh er.
Erst draussen realisierte er, was passiert war. «Mein Sohn ist noch da drin. Meine Freundin ist noch da drin. Und ich bin hier draussen», stammelte er vor einer Kamera des US-Fernsehens. «Wer lässt denn sein Kind zurück?»
Doch Rohrs hat Glück: Kurz darauf durfte er seine Familie wieder in die Arme schliessen. Patricia Legarreta hatte es trotz Verletzungen geschafft, beide Kinder aus dem Kinosaal zu ziehen.
Im Überschwang der Gefühle machte Rohrs ihr noch im Spital einen Heiratsantrag.
Beliebteste Kommentare
Alle Kommentare (16)