
Bitte melden Sie sich an, um Ihren Kommentar abzugeben.
Wenn Sie ein Konto bei Facebook haben, können Sie sich damit anmelden.
Williamson solle sich «eindeutig und öffentlich» von seinen Äusserungen distanzieren, hiess es in einer Erklärung des Vatikan.
Papst Benedikt XVI. hatte am 24. Januar die Exkommunikation des Holocaust-Leugners Williamson und von drei weiteren Bischöfen der erzkonservativen Pius-Bruderschaft aufgehoben. Er löste damit einen Sturm der Entrüstung aus.
Das Oberhaupt der katholischen Kirche gab selber am Mittwoch auf seiner wöchentlichen Generalaudienz keinen neuen Kommentar ab. Am Tag nach der Forderung von der deutschen Kanzlerin Angela Merkel nach einer Klarstellung ging er nicht auf diese Frage ein.
Der Zentralrat der Juden in Deutschland verlangte eine unmissverständliche Kurskorrektur des Vatikans. «Es geht nicht darum, dass Fehler gemacht worden sind, sondern darum, dass diese wieder ausgeräumt werden», sagte Zentralrats-Präsidentin Charlotte Knobloch.
Bereits am Dienstagabend hatte Vatikansprecher Federico Lombardi erklärt, die Verurteilung jeder Holocaust-Leugnung durch den Papst hätte «klarer nicht sein können».
Lombardi hatte darauf verwiesen, dass Benedikt unter anderem am Mittwoch der Vorwoche seine «volle Solidarität» mit den Juden bekräftigt und sich von einer Leugnung der Judenvernichtung distanziert habe.
(SDA/gux)
play
Glaubt an Gott – aber nicht an Gaskammern: Bischof Richard Williamson in einer Aufnahme vom Februar 2007.