Palin und das Truthahn-Massaker

  • Publiziert: 24.11.2008, Aktualisiert: 02.01.2012

WASILLA (USA) – Sie wollte doch nur wieder mal ein wenig vor der Kamera plaudern. Aber das ging tierisch daneben. Denn während Sarah Palins Interview werden hinter ihr Truthähne abgeschlachtet.

Was für eine Bescherung! Den Kaffeebecher von «Starbucks» in der Hand schwatzt Sarah Palin munter drauflos. So geschehen in der «Triple D Farm & Hatchery» in der Nähe von Wasilla, der Heimatstadt von Palin. Die 44-Jährige war dorthin eingeladen worden, um einem Truthahn symbolhaft «die letzte Ehre zu erweisen». Und noch ein bisschen Schleichwerbung für sich selbst zu machen.

Doch daraus wird einmal mehr ein kräftiger Tritt ins Fettnäpfchen. Denn während die Gouverneurin von Alaska ihr Fernsehinterview gibt, werden im Hintergrund Truthähne geschlachtet! Der Schlächter steckt die lebendigen Truthähne in einen Trichter, wo sie dann zappelnd um ihr Leben kämpfen.

Sender hatte sie gewarnt

«Truthahn-Bestatterin» Palin scheint aber davon rein gar nichts mitzubekommen. Und quasselt dauergrinsend weiter. Zum Beispiel darüber, dass sie für die Zubereitung des Thanksgiving-Truthahnes in der Familie zuständig sei. Thanksgiving wird kommenden Donnerstag gefeiert. Traditionellerweise wird dazu Turkey, also Truthahn, gegessen.

Nicht bekannt ist, ob die törichte Politikerin auch gleich noch ein erledigtes Exemplar mit nach Hause genommen hat. Bekannt ist hingegen, dass der Sender Sarah Palin noch auf das Hintergrund-Motiv aufmerksam gemacht hat. «Das geht schon in Ordnung», soll die Republikanerin abgewunken haben. (spj)

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