Pädophile auf Insel verbannen?

  • Publiziert: 21.07.2008, Aktualisiert: 13.01.2012

SYDNEY – In Down Under trägt sich die Polizei mit einem ungewöhnlichen Gedanken: Wieso nicht abgebüsste Pädophile auf eine Insel schicken? Dann wären wir vor ihnen und sie vor uns sicher.

Die Idee ist ungewöhnlich – und aus rechtlicher Sicht sicher nicht unproblematisch: Der Stadtrat von Logan erwägt, aus der Haft entlassene Pädophile auf eine Insel zu schicken, sie also ganz aus der Gesellschaft heraus zu trennen. «So würden wir uns vor ihnen und sie sich sicher vor uns fühlen», erklärt der Politiker Darren Power.

«Das Ganze wäre aber sicher kein Paradies am Meer, sondern hätte mehr den Anstrich eines Lagers», so Power gemäss «Brisbane Times». Derzeit werde die Idee zwar lediglich informell diskutiert. Doch der Gedanke habe vieles für sich: «So eine Unterbringung wäre um einiges billiger als eine Unterbringung, wie sie derzeit praktiziert wird», ist Power überzeugt.

Er spielt dabei auf die Affäre rund um den kürzlich freigelassenen Dennis Ferguson an. Dieser musste auf Kosten der Steuerzahler für mehrere Hundert Dollar pro Tag untergebracht werden, nachdem er aus seiner Nachbarschaft vertrieben worden war. Danach hatte eine Kirchegruppe den Mann auf einem ihrer Grundstücke wohnen lassen, was erneut für einen nationalen Entrüstungsschrei gesorgt hatte.

«Der Staat besitzt eine ganze Reihe von Inseln, die für so ein Projekt geeignet wären», erklärt Power. (gux)

play Eine Insel für Pädophile? Der Name der Insel wäre dann wohl im Volksmund schon gesetzt. (AP)

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