Vatikan-Experte verharmlost: Pädo-Priester sind nicht vom Teufel besessen

  • Publiziert: 17.03.2010, Aktualisiert: 02.01.2012

ROM – Sexueller Missbrauch von Jugendlichen durch katholische Priester: Jeden Tag gibts neue Enthüllungen. Doch für den Ober-Teufelsaustreiber des Vatikans ist alles halb so schlimm.

«Wer an die Evangelien glaubt, der glaubt auch an den Teufel. Und dass Menschen von ihm besessen sein können», sagt der Priester im Interview mit «CNN». Und wenns soweit ist, dann hilft nur noch eins: ein Exorzismus. Eine Teufelsaustreibung also.

Der Mann muss es wissen. Gabriele Amorth ist immerhin Chef-Exorzist des Vatikans. Er habe schon rund 70‘000-mal eine Teufelsaustreibung bei einem besessenen Menschen durchgeführt, erzählt er freimütig.

Bei Pädo-Priestern alles halb so schlimm

Daher wisse er auch: Pädo-Priester seien keine Besessenen. Bei ihnen sei eine Teufelsaustreibung nicht nötig. Pädophile seien einfach Menschen, welche die Sünde in Versuchung geführt habe. Mehr nicht. Bei ihnen reiche es, wenn sie beichten und bereuen würden.

Überhaupt könne er nichts Böses an der katholischen Kirche feststellen, beteuert Ober-Exorzist Amorth: «Ich sehe gute Menschen im Vatikan. Menschen des Gebets, heilige Leute. Ich sehe nichts Böses dort.» (snx)

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