Osternacht im Vatikan: Papst spielt göttliche Trümpfe aus

ROM - Papst Franziskus sagt, wie man Licht in die Dunkelheit der Erde bringen kann. Mit dem grössten Geschenk, dass Gott den Christen gegeben hat: der Hoffnung.

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Erleuchtet die Finsternis: Papst Franziskus. AFP

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Papst Franziskus hat gemeinsam mit Tausenden Gläubigen eine stimmungsvolle Osternacht im Petersdom gefeiert. Am Abend des Karsamstags erinnerten die Menschen in der mehrere Stunden dauernden Liturgie an die Auferstehung von Jesus Christus.

Franziskus taufte während der Feier wie traditionell üblich mehrere Erwachsene. Das Kirchenoberhaupt rief die Menschen in seiner Predigt auf, sich nicht von Problemen und Hindernissen überwältigen zu lassen. «Die Dunkelheiten und Ängste dürfen nicht den Blick der Seele auf sich lenken und vom Herz Besitz ergreifen», sagte er.

Jesu Auferstehung könne Mut machen und helfen, «die Steine des Haders und das Geröll der Vergangenheit, die schweren Felsblöcke der Schwächen und des Versagens» aus dem Weg zu räumen, ergänzte der Papst. «Die christliche Hoffnung ist ein Geschenk, das Gott uns macht, wenn wir aus uns selbst herausgehen und uns ihm öffnen.»

Es werde immer Probleme geben, aber sie dürften nicht das Leben bestimmen. Es sei daher die Aufgabe der Kirche, «in den von der Traurigkeit bedrückten Herzen, in denen, die Mühe haben, das Licht des Lebens zu finden, die Hoffnung zu wecken und wieder auferstehen zu lassen.

Das ist heute so sehr notwendig», betonte der 79 Jahre alte Argentinier. «Andernfalls wären wir eine internationale Einrichtung mit einer grossen Zahl von Anhängern und guten Regeln, aber unfähig, die Hoffnung zu geben, nach der die Welt dürstet.»

An Ostern feiern Christen die Auferstehung Christi von den Toten. Der biblischen Überlieferung nach wurde Gottes Sohn Jesus von Nazareth am Karfreitag in Jerusalem verurteilt und gekreuzigt. Nach christlichem Glauben überwand der gekreuzigte Jesus am Ostersonntag den Tod und erfüllte damit seinen göttlichen Erlösungsauftrag auf Erden.

Die Feier zum Gedenken an die Auferstehung begann vor dem Petersdom, wo die Osterkerze entzündet wurde. Anschliessend wurde das Osterlicht in einer Prozession in die abgedunkelte Kirche gebracht. Später taufte der Papst traditionell zwölf Erwachsende und Jugendliche. Sie stammten aus Italien, Albanien, Kamerun, Korea, Indien und China.

Für Franziskus war es die vierte Osternacht seit seiner Wahl zum Papst im Jahr 2013. Die traditionellen Osterfeierlichkeiten im Vatikan enden am Sonntag mit der Ostermesse. Dann verkündet der Papst seine Osterbotschaft und spendet den Segen «Urbi et Orbi». (SDA)

Publiziert am 27.03.2016 | Aktualisiert am 08.04.2016
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Strenge Sicherheitsvorkehrungen im Vatikan Ostern im Zeichen des Terrors

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2 Kommentare
  • Burkhard  Vetsch 27.03.2016
    Ist alles von Menschen überliefert und geschrieben worden.
    Aber es darf jeder Glauben was er will, solange es nicht ausartet.
  • Markus  Immer aus Anse aux Pins
    27.03.2016
    Alle Götter sind Erfindungen der Menschen! Entstanden aus Angst und "nicht Wissen"!