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«Es ist ein Wunder, dass das Opfer diesen Angriff überlebt hat», sagten die Ärzte am Prozessauftakt im Taxi-Mörder-Prozess am Konstanzer Landgericht.
Stichwunden von bis zu zwei Zentimetern ergab die medizinische Untersuchung von Heidi F.* (44). Der Hals der 44-jährigen Taxifaherin war nach der Tat verdreht, wie es sonst nur bei Motorrad-Unfällen vorkomme. Der erste Halswirbel war zu 70 Prozent über dem zweiten Halswirbel.
Taxi-Mörder wollte sein Opfer umbringen
Der Angeklagte hätte mit einer enormen Kraft gehandelt. Mit grosser Wahrscheinlichkeit habe der Angeklagte sein Opfer umbringen wollen.
Heidi wurde nach dem Angriff des Taxi-Mörders zweimal operiert und befindet sich ein halbes Jahr nach der Tat noch in einer Reha-Klinik. Gesund wird sie aber nie mehr. «Meiner Mandantin geht es gesundheitlich sehr schlecht», sagt ihre Anwältin Christine Thurau zu Blick.ch.
Die ehemalige Taxifahrerin sei zwar ausser Lebensgefahr, bleibt aber rechtsseitig gelähmt. Gefühl hat sie auf dieser Seite zwar. Genau umgekehrt auf der linken Körperhälfte: Heidi F. kann sie zwar bewegen, hat aber kein Gefühl.
Taximörder rammte Opfer das Messer in den Hals
Der Taximörder Andrej W. stieg vergangenen Juni in das Taxi der 44-Jährigen ein und zwang sie mit einem Messer, in ein abgelegenes Waldstück zu fahren. Dort zog er sie an den Haaren aus dem Taxi und rammte ihr das Messer in den Hals.
Das Rückenmark des Opfers wurde verletzt und sie konnte sich nicht mehr bewegen. Der Russland-Deutsche Andrej W. zog Heidi F. aus und vergewaltigte sie vaginal und anal.
Bei der gynäkologischen Untersuchung fand die Ärztin Sperma in der Scheide des Opfers. Die DNA stimmt mit der von Andrej W. überein.
Zuschauer spuckt Taximörder an
Auf Anraten seines Verteidigers, schweigt Andrej W. am Prozess im Konstanzer Landgericht. Zum Motiv des 28-Jährigen äussert sich der Verteidiger Klaus Frank jedoch: «Ich schätze das Frauenbild meines Mandanten als schwierig ein.» Der Angeklagte sei disozial, aber unauffällig.
Die Grausamkeit des Taxi-Mörders erschreckte auch die Zuschauer im Gerichtssaal: Als Andrej W. in Sturmkappe und Handschellen von Polizisten abgeführt wird, spuckt ihn ein Zuschauer an.
Der Prozess dauert voraussichtlich sechs bis acht Tage und geht morgen Mittwoch weiter. Das Urteil im Taxi-Mörder-Prozess wird am 9. Februar erwartet.