Offline im Asyl Julian Assange wurde das Internet gesperrt

Die Enthüllungsplattform Wikileaks hat Ecuador vorgeworfen, die Internetverbindung ihres Gründers unterbrochen zu haben. Julian Assange sitzt seit Jahren in der ecuadorianischen Botschaft in London fest.

Wikileaks-Gründer Julian Assange: Kein Internet im Asyl in Ecuador play
Wikileaks-Gründer Julian Assange muss in seinem Exil in der Botschaft Ecuadors ohne Internet auskommen. Keystone

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«Wir können bestätigen, dass Ecuador die Internetverbindung von Herrn Assange am Samstag um 17.00 Uhr GMT gekappt hat, kurz nach Veröffentlichung der Reden von Frau Clinton bei Goldman Sachs», teilte Wikileaks via Twitter mit.

 

Die ecuadorianische Botschaft war zunächst nicht für eine Stellungnahme erreichbar. «Ecuador wird Julian Assange weiter schützen und das 2012 gewährte politische Asyl aufrechterhalten», hiess es lediglich.

Zuvor hatte Wikileaks lediglich mitgeteilt, ein «Staat» habe die Verbindung unterbrochen. Wikileaks hatte zuletzt eine Reihe von Dokumenten vom E-Mail-Konto von Clintons Wahlkampfmanager John Podesta veröffentlicht, darunter drei bezahlte Reden, die die demokratische US-Präsidentschaftskandidatin für die Investmentbank Goldman Sachs gehalten hatte.

Russland soll hinter Hackerangriff stecken

Clintons Wahlkampfteam wirft Russland vor, hinter dem Hackerangriff auf das E-Mailkonto Podestas zu stecken. Zugleich beschuldigte es Wikileaks, mit der Veröffentlichung der Dokumente Clintons republikanischen Rivalen Donald Trump zu begünstigen.

Assange lebt seit Juni 2012 in Ecuadors Botschaft in London, um einer Auslieferung an Schweden zu entgehen, wo ihn die Justiz zu Vorwürfen der Vergewaltigung befragen will.

Der 45-jährige Australier befürchtet nach eigenen Angaben, von Stockholm in die USA ausgeliefert zu werden, wo ihm ein Prozess wegen Geheimnisverrats drohen würde.

Am Wochenende hatten Nachrichten, die wie Entschlüsselungs-Codes aussahen, kurzfristig Spekulationen über einen möglichen Tod von Assange ausgelöst. Die Twitter-Nachrichten wurden dabei als eine «Lebensversicherung» für den Zugang zu Unterlagen interpretiert. (sda)

Publiziert am 18.10.2016 | Aktualisiert am 14.11.2016
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5 Kommentare
  • Vanessa  Meier 19.10.2016
    Die Briten können ja der Botschaft die Liegenschaft kündigen und sagen, sie müssen an einen anderen Ort umziehen. Dann ist es vorbei mit dem Versteckspiel.
  • Jens  Goldmann 18.10.2016
    Es wird so kommen wie von gewissen Kreisen bestimmt wurde. ( Neue Weltordnung ) Hillary Clinton wird Präsidentin werden. Es wurde schon lange bestimmt, dass zuerst ein Schwarzer und danach eine Frau US Präsident werden wird. Donald Trump braucht es im Moment noch um zu verhindern dass nicht im letzten Moment noch etwas schief laufen könnte. Auch Obama wurde von diesen Organisationen zum Präsidenten gemacht. Man wird es sehen. Genao so wird es kommen.
  • Othmar   Huber 18.10.2016
    Das war ja zu erwarten. Assange hat starken Tobak gegen Clinton angekündigt und nun werden die Veröffentlichungen verhindert (keine Frage, dass die CIA dahintersteckt). Hoffentlich findet er einen anderen Weg, diese Veröffentlichung trotzdem ausführen zu können. Es handelt sich dabei sicher nicht um Sexpartys der Frau Clinton, eher um strafbare Handlungen, die aus den Mails erkenntlich wären. Das würde natürlich die Wahl beeinflussen.
  • Werner  Klee aus Kindhausen
    18.10.2016
    Die Welt bräuchte viel mehr Menschen mit dem Mut um Kampf für mehr Offenheit. Ich bin aber überzeugt, er wird wieder einen Weg ins Internet finden.
  • Roland  Benz , via Facebook 18.10.2016
    Die Überschrift könnte auch lauten: "Clinton von Wallstreet finanziert". Sofern ich das Konzept der bezahlten Reden richtig verstehe, hat sich die Möchte-Gern-Präsidentin dafür bezahlen lassen, das zu sagen, was die Auftraggeber gerne hören möchten. Solange es alte Aufzeichnungen gibt, in denen Hr. Trump "Muschi" sagt, scheinen die wirklich wichtigen Dinge höchstens eine Randbemerkung wert zu sein.