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Der deutsche Finanzministers Peer Steinbrück habe wohl zu viele Wildwestfilme gesehen, höhnte Faymann in einem Interview mit dem Wiener «Standard».
Zum Indianer und Kavallerie-Vergleich des deutschen Finanzministers sagte Faymann am Rande des EU-Gipfels in Brüssel: «Ich bin keiner, der die Sprache radikalisieren möchte. Ich glaube, er (Steinbrück) hat zu viele Wildwest-Filme gesehen... Diese Art der Wortwahl ist völlig unnotwendig.»
Die Schweiz sei viel stärker als Österreich in die Diskussion um Steuerparadiese geraten. Aber auch sein Land habe Mühe mit der Idee eines automatischen Austausches von Bankdaten von Ausländern. «Wir glauben, dass der Informationsaustausch bei einem konkreten Verdacht ausreichend ist.»
Die Steuer-Diskussion könne sich nicht auf die Schweiz und Österreich beschränken, findet Faymann. Auch die britischen Kanalinseln und andere Steuerparadiese müssten behandelt werden.
Zur «schwarzen Liste» der OECD, auf der ursprünglich auch die Schweiz und Österreich rangierten, meinte er: «Ich bin dagegen, dass man mit Listen operiert, ohne Gespräche zu führen.»
«Aber gerade wir sagen auch, man soll aus der Finanzmarktkrise auch die Konsequenzen ziehen. Dazu zählt nicht nur die allgemeine Finanzmarktkontrolle, sondern auch die Bekämpfung von Steueroasen und illegalen Geldtransaktionen. Das sind keine Kavaliersdelikte», so Faymann. (SDA/bih)
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Gibt uns Rückendeckung: Werner Faymann, österreichischer Bundeskanzler. (Keystone)