Öko-Siedlung der Zukunft Wohnen wie im Paradies

Immer mehr Architekten setzen auf nachhaltiges, naturnahes Bauen. Der Franzose Vincent Callebaut setzt noch einen drauf. Er plant für die indische Millionen-Stadt Delhi eine Öko-Siedlung, die aussieht wie ein moderner Garten Eden.

FEATURE - Die Ökofreundlichste Überbauung der Welt soll in Dehli entstehen play
Grüne Zukunfts-Vision mitten in der indischen Millionen-Stadt Delhi: Ein 6-teiliges Öko-Gebäude mit allem, was es zum Leben braucht. Dukas

Aktuell auf Blick.ch

Top 3

1 Nackt-Schwimmer erwischt Fischer angelt sich einen Penis
2 Papa ist stolz auf ihren ersten Abschuss Junge Jägerin (8) beisst in...
3 «Zweite Erde» entdeckt So weit weg sind unsere Nachbarn wirklich

Ausland

Immer informiert - Abonnieren Sie den Blick-Newsletter!
Bitte geben Sie eine gültige E-Mail-Adresse ein.
Schön, dass wir Ihnen unsere BLICK News des Tages senden dürfen. Möchten Sie zusätzlich den BLICK Sport Newsletter erhalten?
teilen
teilen
32 shares
1 Kommentar
Fehler
Melden

Ausgerechnet im indischen Delhi, einer der schmutzigsten Städte der Welt, plant der belgische Architekt Vincent Callebaut eine Öko-Siedlung der Superlative. Mitten im Millionen-Moloch soll ein Bau entstehen, der wie die Vision eines Science-Fiction-Autors daherkommt - ein botanischer Garten im XXL-Format.

FEATURE - Die Ökofreundlichste Überbauung der Welt soll in Dehli entstehen play
Die üppig bebaute Anlage entspricht grössten ökologischen Anforderungen. Dukas

Komplette Selbstversorgung für die Bewohner

Ziel des Projekts ist ein in sich abgeschlossenen Öko-System, welches die Bewohner der riesigen Anlage mit allem versorgt, was diese fürs tägliche Leben gebrauchen. Der Bedarf an Strom soll mittels Solarenergie sichergestellt werden, aus Abfall wird Methangas gewonnen. Die Herstellung von Lebensmitteln erfolgt durch integrierte Landwirtschafts-Betriebe, Gemüse und Früchte werden direkt vor Ort produziert.

FEATURE - Die Ökofreundlichste Überbauung der Welt soll in Dehli entstehen play
Im Innern der Anlage sieht es aus wie in einem botanischen Garten. Dukas

So hoch wie der Prime Tower

Callebaut plant für seine Vision mit sechs geschwungenen, parallel liegenden Türmen, die mittels Brücken untereinander verbunden sind. Die Türme sind durchgehend bepflanzt, und dies so üppig, dass sie wie riesige Bäume aus dem Boden ragen. Sie sind 128 Meter hoch (Der Prime Tower in Zürich misst 126 Meter) und umfassen 36 Stockwerke. Den zukünftigen Bewohnern stehen Restaurants, kleine Schwimmbäder und die obligatorischen Fitness-Center zur Verfügung. Ein Teil der Anlage soll durch Büros belegt werden.

FEATURE - Die Ökofreundlichste Überbauung der Welt soll in Dehli entstehen play
Pool-Idylle: Selbst kleine Schwimmbäder sind für die Bewohner vorhanden. Dukas

Ein Mammutbaum als Vorbild

Das Vorbild für den futuristischen Bau ist übrigens in der Natur zu finden: Vincent Callebaut orientierte sich bei seinen Plänen an einem Mammutbaum namens Hyperion, der im Redwood-Nationalpark in Kalifornien steht und mit 155.55 Metern Höhe als derzeit grösster Baum der Erde gilt. Der Belgier ist für seine ungewöhnlichen Ideen bekannt, wird dafür bewundert und belächelt.

Das Hauptthema seines Schaffens ist aber durchaus ernst zu nehmen: Wie überlebt die Menschheit in Zeiten von starkem Bevölkerungswachstum und Klimawandel. Vielleicht geben Projekte wie das indische Öko-Paradies die Antwort darauf.  

Publiziert am 12.03.2016 | Aktualisiert am 12.03.2016
teilen
teilen
32 shares
1 Kommentar
Fehler
Melden

1 Kommentare
  • Hans  Scheidegger 12.03.2016
    Wenn heute alle Menschen auf der Erde den reichlichen Lebensstil, z.B. eines Mitteleuropäers, leben würden, bräuchte es mehrere Planeten Erde. Daher sind die Projekte "Ökosiedlung" oder noch weitergehend "Ökodörfer" faszinierend, welche auch die Nachhaltigkeit der Lebensgrundlagen in den Mittelpunkt stellen. Solche Projekte wurden bereits in verschiedenen Ländern realisiert. Im Moment sind derartige Vorhaben aber noch rar gesät. Es ist einer der möglichen Wege zur Daseins-Sicherung des Menschen.