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Barack Obama hat sich kritisch über Pläne des US-Kongresses geäussert, Prämien für Manager von staatlich unterstützten Unternehmen mit einer Strafsteuer zu belegen.
Die Steuergesetze sollten nicht dazu benutzt werden, «Leute zu bestrafen», sagte Obama am Sonntag in der renommierten CBS-Sendung «60 Minutes». Gesetze sollten zudem nicht auf eine «Handvoll von Einzelpersonen» abzielen.
Das Repräsentantenhaus verabschiedete letzte Woche eine 90-prozentige Strafsteuer auf Sonderzahlungen an Manager von Unternehmen, die Staatshilfe erhalten. Es reagierte damit auf millionenschwere Bonuszahlungen beim Versicherungskonzern AIG, den die Regierung mit Steuergeldern in Höhe von etwa 180 Milliarden Dollar vor dem Kollaps bewahrte.
Die Bonuszahlungen lösten in den USA einen Sturm der Entrüstung aus. Obama äusserte dafür Verständnis. Er kündigte an, nach «fairen, legalen und verfassungsgemässen» Wegen zu suchen, um gegen derartige Bonuszahlungen vorzugehen, ohne dabei die Versuche zu gefährden, «unser Bankensystem auf den richtigen Weg zurückzubringen».
Die Zustimmung des US-Senats zu der Gesetzesvorlage des Repräsentantenhauses gilt als fraglich. Erste Senatoren äusserten am Wochenende Zweifel, ob eine derartige Strafsteuer verfassungsgemäss sei. (SDA/num)
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Barack Obama wird in der Sendung «60 Minutes» von Steve Kroft interviewt. (Reuters)