Obama und Sarkozy für Friedensnobelpreis nominiert

  • Aktualisiert am 02.01.2012

Die beiden Präsidenten sind zusammen mit weiteren 205 Kandidaten für die Auszeichnung vorgeschlagen worden. Doch Chancen auf den begehrten Preis dürften sie wohl kaum haben.

Wenn am 10. Dezember, am Todestag von Alfred Nobel, die Verleihung des Friedensnobelpreises bekannt gegeben wird, hoffen auch der amerikanische Präsident Obama und sein französischer Amtskollege Sarkozy darauf, dass ihre Namen als Preisträger um die Welt gehen.

Zusammen mit 205 weiteren Kandidaten wurden sie für die begehrte Auszeichnung vorgeschlagen. Darunter sind 172 Einzelpersonen und 33 Organisationen. Damit wurde der bisherige Rekord von 199 Nominierungen aus dem Jahr 2005 übertroffen.

Zwar werden die Namen der Nominierten offiziell nicht mitgeteilt, zum Teil werden sie aber von den Vorschlagenden preisgegeben. Nominiert sind etwa auch der chinesische Dissident Hu Jia, die lange Jahre in Kolumbien als Geisel festgehaltene Ingrid Betancourt und die Koalition für das Verbot von Streubomben.

Laut Experten haben die prominenten Nominierten keine grossen Chancen auf den Preis. «Es ist sehr einfach, auf der Liste der Kandidaten zu landen. Es reicht aus, einen Parlamentarier aufzufordern, eine Nominierung in seinem Sinne abzugeben», sagte der Direktor des Osloer Instituts für Friedensforschung, Stein Toennesson.

Das Vorschlagsrecht für den Friedensnobelpreis haben mehrere tausend Persönlichkeiten – neben Parlamentariern unter anderem Minister, Vertreter internationaler Organisationen, einige Hochschulprofessoren sowie die Mitglieder des Nobelpreiskomitees selbst. (SDA/b38)

Die beiden prominentesten Nominierten für den diesjährigen Friedensnobelpreis: Nicolas Sarkozy und Barack Obama.- Reuters

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