Obama sucht verzweifelt Verbündete China stationiert Raketen auf umstrittener Insel

China hat einem Medienbericht zufolge ein modernes Raketensystem auf einer auch von Vietnam und Taiwan beanspruchten Insel im Südchinesischen Meer stationiert. Auch eine Radaranlage sei auf Woody Island aufgebaut worden.

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US-Präsident Barack Obama empfängt erstmals die Vertreter der ASEAN-Staaten in Rancho Mirage. KEYSTONE/AP/PABLO MARTINEZ MONSIVAIS

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Die Raketen seien in den vergangenen Tagen auf der Insel eingetroffen, meldete der US-Sender Fox News am Dienstag unter Berufung auf Satellitenaufnahmen der zivilen Firma ImageSat International. Ein US-Regierungsvertreter habe die Exaktheit der Aufnahmen bestätigt.

Demnach zeigten die Bilder offenbar das HQ-9-Luftabwehrsystem. Dieses habe eine Reichweite von 200 Kilometern und könne eine Bedrohung für zivile wie militärische Flugzeuge darstellen.

Die Territorialstreitigkeiten im Südchinesischen Meer waren auch einer der Schwerpunkte eines Gipfeltreffens in den USA, an dem neben Präsident Barack Obama die Staats- und Regierungschefs der Asean-Gruppe teilnahmen.

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Chinesisische Bauarbeiten auf den Spratley Inseln im Südchinesischen Meer. Peking platziert ein modernes Raktetensystem mit Reichweiten von bis zu 200 Kilometern. Armed Forces Of The Philippines

Konflikte müssten friedlich und nach internationalem Recht beigelegt werden, sagte Obama nach dem Ende des Asean-Gipfels in Rancho Mirage (Kalifornien) mit Blick auf den Territorialkonflikt mit China. «Die USA und Asean unterstreichen ihr starkes Bekenntnis zu einer regionalen Ordnung, in der internationale Regeln und Normen sowie die Rechte aller Nationen, der kleinen wie der grossen, gewahrt werden.» Dazu gehöre auch die Freiheit der Handelswege.

Im Südchinesischen Meer werden grosse Öl- und Gasvorkommen vermutet. China beansprucht 90 Prozent des 3,5 Millionen Quadratmeter grossen Gebietes für sich. Darunter sind auch Inseln und Riffe, die mehr als 1000 Kilometer von der chinesischen Küste entfernt liegen. An den Spratly-Inseln schüttet China Korallenriffe zu künstlichen Inseln auf. Washington glaubt, dass Peking damit grosse Teile des Meeres unter seine militärische Kontrolle bringen will.

Die Staats- und Regierungschefs der Asean-Länder waren auf Einladung Obamas zum ersten Mal in den USA zusammengekommen. Die Staatengemeinschaft umfasst zehn Länder in Südostasien mit insgesamt 620 Millionen Einwohnern: Brunei, Kambodscha, Indonesien, Laos, Malaysia, Myanmar, die Philippinen, Singapur, Thailand und Vietnam. Das Treffen auf einem Anwesen in der Kleinstadt Rancho Mirage wurde nicht als offizieller Gipfel deklariert.

Obamas nationale Sicherheitsberaterin, Susan Rice, nannte die Konferenz eine historische Gelegenheit, um die Bedeutung Südostasiens und der asiatisch-pazifischen Region für die USA zu unterstreichen. Sie wies Vorwürfe zurück, die USA würden über die zum Teil sehr schwierigen Menschenrechtsbedingungen in einigen Asean-Staaten schweigen - zugunsten guter wirtschaftlicher Beziehungen.

Das Handelsvolumen zwischen den Asean-Staaten und den USA beläuft sich gegenwärtig auf etwa 250 Milliarden Dollar, das sind 55 Prozent mehr als noch 2009.

Obama traf am Rande des Treffens in Kalifornien mehrere Staats- und Regierungschefs unter vier Augen. Er kündigte ferner an, im Mai erstmals nach Vietnam zu reisen. Als erster US-Präsident überhaupt wolle er ausserdem im September Laos besuchen. (SDA)

Publiziert am 16.02.2016 | Aktualisiert am 17.02.2016
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