Obama kürzt Manager-Löhne

  • Aktualisiert am 03.01.2012

WASHINGTON – Die neue US-Regierung gibt weiterhin mächtig Gas. Die Manager, deren Unternehmen Staatshilfe beanspruchen, sollen in Zukunft nicht mehr als 500'000 Dollar verdienen.

Die Manager-Löhne sind auch in den USA ein heiss diskutiertes Thema. Wie ihre Berufskollegen in der Schweiz, gönnen sich die US-Manager horrende Löhne und Boni, obwohl ihre Unternehmen Staatshilfe beanspruchen. Dem will US-Präsident Barack Obama nun einen Riegel vorschieben. Dies in einer Härte, die während der Ära Bush unvorstellbar gewesen wäre.

Manager, deren Unternehmen Hilfe vom Staat benötigen, sollen in Zukunft nicht mehr als 500000 Dollar verdienen. Dies sind umgerechnet rund 570000 Franken. Obama geht also bedeutend weiter als Nationalrätin Susanne Leutenegger-Oberholzer, die eine Lohngrenze von 1 Million Franken für UBS-Banker fordert. (Blick.ch berichtete)

Die US-Regierung reagiert damit auf die hohen Löhne der Manager von krisengeschüttelten Unternehmen. Beispielsweise erhielt die Bank of America rund 20 Milliarden Dollar Staatshilfe. Dies hielt Firmenchef Kenneth D. Lewis jedoch nicht davon ab, einen Salär von rund 20 Millionen einzustreichen.

In Deutschland ist man den Amerikanern und auch uns einen Schritt voraus. Jedes Unternehmen, dass Staatshilfe beantragt, muss die Managerlöhne auf 500000 Euro kürzen, also rund 740000 Franken. (gca)

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