
Bitte melden Sie sich an, um Ihren Kommentar abzugeben.
Wenn Sie ein Konto bei Facebook haben, können Sie sich damit anmelden.
play
Nicht alle wollen ihn als Präsident der Vereinigten Staaten sehen: Barack Obama (48). (Keystone)
«Ich werde den Präsident der Vereinigten Staaten umbringen. Ihr habt 48 Stunden, um mich daran zu hindern.» Dieses Droh-Schreiben schickte Timothy Gutierrez (21) am 12. Januar ans Weisse Haus. Vor einer Woche wurde der 21-Jährige von einem Gericht in Denver verurteilt. Er kassierte zehn Monate Haft sowie vier Jahre Freiheitsentzug für seinen Terror-Brief.
400 Prozent mehr Drohungen als bei Bush
Doch Timothy Gutierrez ist mit seinen Absichten nicht allein. Tausende scheinen einen abgrundtiefen Hass gegen Barack Obama zu haben. Neuste Umfragen zeigen, dass Obama täglich 30 Morddrohungen erhält! Vergleicht man dies mit seinem zweifelhaften Vorgänger George W. Bush, so ist dies eine Steigerung um 400 Prozent. Selbst die Geheimdienste scheinen besorgt, dass mit der Ära Obama auch die Zeit der Polit-Attentate zurückkehren könnte.
Trotz seines angekündigten Stimmungswandels konnte Obama nicht alles zum Guten wenden. «Es gibt Fortschritte, aber der Hass existiert eben auch noch», erklärte jüngst der amerikanische Politologe Daniel Warner. Aber wer hasst den amerikanischen Präsidenten? «Aussenseiter, Randständige, aus Landgegenden. Sie lehnen ihn ab, weil er schwarz, demokratisch, intellektuell und kosmopolitisch ist.» Obama verkörpere all das, was der konservative Amerikaner ablehne. Und davon gäbe es viele.
Tausende neue Mitglieder beim Ku-Klux-Klan
Für den französischen Polithistoriker Romain Huret gibt es drei Kategorien von «Obama-Hassern»: Die Rassisten, die Konservativen und die Militaristen. Diese drei Gruppen hätten eines gemeinsam: «Sie lehnen das Fremde ab, missbilligen Schwarze und Demokraten», meint Huret. Besonders beunruhigend: Die Leute fänden sich in Untergruppierungen des Ku-Klux-Klans wieder. Und diese Gruppen würden immer grösser. Seit der Wahl von Obama hätte der Klan tausende von neuen Mitgliedern rekrutiert.
Rund um die Uhr wird der US-Präsident deshalb von einem Heer von Elitesoldaten des Secret Service beschützt. Damit ist er zweifellos die meist bewachte Person der Welt. Trotzdem erinnert sich der Historiker Huret an die früheren Attentate auf Lincoln und Kennedy und äussert eine schlimme Befürchtung: «Erst Lincoln, dann Kennedy, jetzt Obama.» (spj)
play
Er drohte Barack Obama mit dem Tod: Timothy Gutierrez (21) (zvg)