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Der Attentäter hätte angesichts der vorliegenden Informationen kein US-Flugzeug betreten dürfen, sagte US-Präsident Barack Obama. Andernfalls hätte der Anschlagsversuch vom Freitag verhindert werden können.
«Ein systemisches Versagen ist aufgetreten und ich betrachte das als vollkommen inakzeptabel», sagte Obama in seiner zweiten persönlichen Stellungnahme zu dem Anschlagsversuch.
Es handle sich um eine «Mischung aus menschlichen Fehlern und Systemfehlern», aus denen die Behörden rasch lernen müssten. Die Verantwortlichen müssten auf allen Ebenen zur Rechenschaft gezogen werden. Das Weisse Haus erwarte bis Donnerstag einen ersten Bericht der Behörden, sagte Obama.
Der Vater des 23 Jahre alten Attentäters Umar Faruk Abdulmutallab hatte nach Informationen des Senders «CNN» vor dem gescheiterten Anschlag mit dem US-Geheimdienst CIA über seinen Sohn gesprochen. Dabei habe er seine Sorge über die islamistische Radikalisierung seines Sohnes zum Ausdruck gebracht. Zwar sei ein Bericht über das Gespräch angefertigt, dieser sei aber von der CIA nicht weitergegeben worden.
Ehemalige Guantánamo-Häftlinge
Die Hinweise mehren sich, dass das Attentat von langer Hand im Jemen unter Beteiligung ehemaliger Guantánamo-Häftlinge geplant wurde. Zwei von vermutlich vier Drahtziehern sollen Ex-Häftlinge aus dem US-Gefangenenlager auf Kuba sein, wie der Fernsehsender «ABC» unter Berufung auf Regierungsbeamte und Dokumente des Pentagons berichtete.
Daher verstärkt sich der Widerstand gegen Obamas Pläne zur Schliessung des Guantánanmo-Lagers. Die Einwände kommen aus dem Lager der Demokraten und der Republikaner. Nach den Plänen Obamas sollen Dutzende Guantánamo-Häftlinge aus Jemen in ihre Heimat zurückgeschickt werden. Dies sei angesichts der Erfahrungen unverantwortlich, meinen Kritiker.
Bereits zuvor hatte eine Al-Kaida-Regionalorganisation aus dem Jemen die Verantwortung für das Attentat übernommen und mit neuen Terrorakten gedroht. «Ihr werdet bekommen, was ihr fürchtet», heisst es in einer Internet-Botschaft der Organisation namens «Al-Kaida auf der arabischen Halbinsel».
Einem Bericht des TV-Senders «CNN» zufolge prüfen Regierungsstellen der USA und des Jemen jetzt Ziele, die für einen Vergeltungsschlag in dem arabischen Land infrage kommen. Es gehe darum, US-Präsident Obama im Falle eines entsprechenden Befehls Optionen präsentieren zu können. Derzeit werde versucht, Ziele mit einem direkten Bezug zum Anschlagsversuch zu identifizieren. (SDA/noo)
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Nach dem versuchten Flugzeug-Anschlag bei Detroit macht Obama den Behörden Dampf.