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Silvio Berlusconi besuchte gestern den russischen Präsidenten Dimitri Medwedew. Dabei kamen auch die US-Wahlen und Barack Obama zur Sprache. Berlusconis tiefsinniger Kommentar über den schwarzen Politiker: Obama sei «jung, hübsch und sonnengebräunt»!
Obama müsse auf der Hut sein vor den überhöhten Erwartungen aus der ganzen Welt. Er werde «fast als ein Messias» angesehen und «es gibt viele Hoffnungen, die er nicht enttäuschen sollte», so Berlusconi zu Medwedew.
Die Opposition daheim in Italien ist entsetzt. Und fordert einen umgehende Entschuldigung von Berlusconi. «Er vergisst, dass seine Aussagen das Image unseres Landes in der Welt in Frage stellen», schäumt Dario Franceschini von der linksbürgerlichen Demokratischen Partei. Berlusconis Aussage könne auch als Beleidigung verstanden werden. Dem schliesst sich Massimo Donadi von der Wertepartei an: Niemals sei ein italienischer Regierungschef so tief gefallen!
Auf dem politischen Parkett bewegt sich Berlusconi wirklich nicht stilsicher. Vor drei Jahren löste er in Finnland Befremden aus, als er bei seinem Treffen mit der finnischen Präsidentin den Latinlover heraushängte und später erzählte: «Ich musste all meine Playboytricks nutzen, obwohl ich sie eine Zeit lang nicht mehr angewendet habe». Die finnische Regierung zitierte daraufhin sogar den italienischen Botschafter.
(gux)
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Politisch unkorrekter Naseweis: Silvio Berlusconi. (AP)