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Obama, Karzai und Zardari wollen sich dem Problem Terrorismus gemeinsam stellen. (AP)
In Afghanistan und Pakistan eskaliert die Situation zusehends. Erst gestern lieferten sich wieder Afghanische und US-Truppen schwere Gefechte mit aufständischen Terroristen in der Provinz Farah. Dabei kamen über 100 Zivilisten ums Leben.
Auf dem Dreiergipfel in Washington beraten sich deswegen jetzt die Staatschefs aus Pakistan und Afghanistan, Asif Ali Zardari und Hamid Karsai, mit Barack Obama. Die Frage: Wie man dem Problem Terrorismus am besten begegnet. Klar ist, dass der Weg im Kampf gegen die Al Kaida und die Taliban kein Spaziergang wird.
»Der Weg, der vor uns liegt, ist schwierig. Es wird mehr Gewalt geben und es wird Rückschläge geben». »Die USA sind eine dauerhafte Verpflichtung eingegangen, Al Kaida zu besiegen sowie die demokratisch gewählten und souveränen Regierungen in Pakistan und Afghanistan zu unterstützen», sagte Obama. «Die Sicherheit der USA, Afghanistans und Pakistans sind miteinander verbunden.»
Allen ist die Bedrohnung bewusst
Auch die Staatschefs Pakistans und Afghanistans seien sich «der Ernsthaftigkeit der Bedrohung» bewusst, so der US-Präsident weiter. In den vergangenen Monaten waren in Washington Zweifel laut geworden, ob die Regierungen in Kabul und Islamabad bereit seien, den Extremisten entschlossen entgegenzutreten. Zugleich geht in der US-Regierung die Sorge um, dass die pakistanischen Atomwaffen in die Hände der Extremisten fallen könnten.
Eskalation der Gewalt
Der Gipfel in Washington war von einer neuen Eskalation der Gewalt überschattet. Bei Gefechten im Norden Pakistans wurden am Mittwoch mehr als 100 Menschen getötet.
In der südwestafghanischen Provinz Farah kamen zudem bei US- Luftangriffen über 100 Zivilisten um. Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) bestätigte den Tod von mehreren Dutzend Menschen.
»Wir werden alle Anstrengungen unternehmen, um zivile Opfer künftig zu vermeiden», versprach Obama. Karsai nannte die zivilen Opfer «inakzeptabel».
Auch Zardari rief zu gemeinsamen Anstrengungen im Kampf gegen den Terror auf. «Die Bedrohung trifft uns alle, wir müssen die Verantwortung teilen.» Der Terrorismus in der Region sei ein «Krebsgeschwür, das entfernt werden muss», sagte Zardari. (SDA/s5j)