ISLAMABAD - Bei einem Drohnenangriff soll der Al-Kaida-Mann Abu Jahja al-Libi getötet worden sein. Es wäre ein grosser Erfolg für Barack Obama.
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Abu Jahja al-Libi gilt als Hauptstratege von Al-Kaida.
(Keystone)
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Eine unbemannte Drohne des Typs MQ-1B Predator. Solche Drohnen werden gegen die Al-Kaida eingesetzt.
(Keystone)Nach der Tötung von Osama Bin Laden vor gut einem Jahr könnte US-Präsident Barack Obama ein weiterer Schlag gegen Al Kaida gelungen sein.
Die «New York Times» berichtet unter Berufung auf Regierungsbeamte in den USA und Pakistan, dass die Nummer zwei von Al Kaida, Abu Jahja al-Libi, bei einem Drohnenangriff im pakistanischen Nord-Waziristan getötet wurde. Man habe Telefongespräche abgehört, wo vom «Tod des Scheichs» die Rede gewesen sei, sagt ein Offizier des pakistanischen Geheimdiensts ISI gegenüber «Spiegel Online».
Sollte Libi tatsächlich tot sein, wäre es ein «schwerer Schlag» für Al Kaida, wie ein US-Regierungsbeamter der Nachrichtenagentur AFP sagte. Auf Libi war ein Kopfgeld in der Höhe von einer Million Dollar ausgesetzt.
Libi ist ein libyscher Geistlicher und gilt als einer der Hauptstrategen von Al Kaida, die nach Bin Ladens Tod vom Ägypter Aiman al-Sawahri angeführt wird. Der Mann, der auf Mitte 40 geschätzt wird, gilt unter den jungen Al-Kaida-Kämpfern als charismatischer, einflussreicher Kommandeur mit ausgezeichneten rhetorischen Fähigkeiten.
Westliche Terrorexperten sahen ihn bereits vor Jahren als künftigen Mann an der Spitze von Al Kaida.
Vor zehn Jahren wurde Libi in Afghanistan verhaftet, 2005 gelang ihm die Flucht. Seither soll es mehrere Angriffe auf Libi gegeben haben. Im Dezember 2009 wurde er nach einem Beschuss sogar schon einmal für tot erklärt, tauchte jedoch später wieder auf.
Die USA verstärkten seit letztem Monat ihre Angriffe mit unbemannten Drohnen im pakistanisch-afghanischen Grenzgebiet. Allein in den letzten zwei Wochen flog der US-Geheimdienst CIA acht Drohnenangriffe. (sas)
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