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Nach seiner Europa-Rundreise hat US-Präsident Barack Obama heute überraschend auch den Irak besucht.
Der Us-Präsident traf am Nachmittag auf dem internationalen Flughafen von Bagdad ein.
Obama begab sich unmittelbar nach der Ankunft auf den US-Stützpunkt Camp Victory in der Nähe des Flughafens, um dort zehn Soldaten mit Verdienstmedaillen auszuzeichnen und mit dem Oberkommandierenden der US-Truppen im Irak, Ray Odierno, zusammenzutreffen.
Schlechtes Wetter verhindert Treffen
Mit Präsident Dschalal Talabani und Ministerpräsident Nuri al- Maliki werde Obama vermutlich nur telefonieren können, weil ein Helikopterflug in die Stadt wegen ungünstiger Wetterbedingungen nicht möglich sei, sagte Präsidentensprecher Robert Gibbs.
140000 Soldaten bis 2010 abziehen
Obama plant einen drastischen Abbau der US-Truppen im Irak. Im Februar gab er bekannt, dass bis Ende August 2010 zunächst die Kampftruppen in die USA heimkehren sollen.
Bereits in den nächsten sechs Monaten sollen 12000 Soldaten das Land verlassen. Ein Übergangskontingent von 35000 bis 50000 Soldaten soll noch von September 2010 bis Ende 2011 im Irak bleiben.
Den vollständigen Abzug der US-Streitkräfte bis zum 31. Dezember 2011 schreibt das zwischen Washington und Bagdad ausgehandelte Sicherheitsabkommen vor.
Wieder zahlreiche Anschläge
In den vergangenen Tagen gab es wieder zahlreiche Anschläge im Irak mit Dutzenden Toten. Allein am Montag kamen bei einer Serie von Autobomben-Anschlägen insgesamt 34 Menschen ums Leben, fast 130 wurden verletzt. Am Dienstag wurden acht Menschen getötet und 20 verletzt, als im Bagdader Schiitenviertel Kasamijah eine Autobombe gezündet wurde.
Obama kam erstmals seit seinem Amtsantritt im Januar in den Irak. Er war zuvor bereits zwei Mal in das Land gereist – einmal im Januar 2006 und einmal im Juli 2008. Im Wahlkampf stellte er den Rückzug der US-Truppen aus dem Irak in Aussicht. (SDA/gux)