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Trotz des internationalen Waffenembargos gegen Nordkorea soll das kommunistische Land versucht haben, heimlich Waffen an den Iran zu liefern. Auf einem für eine australische Reederei fahrenden Frachter seien unter anderem Granatwerfer gefunden worden, sagt der australische Verkehrsminister Anthony Albanese heute.
Albanese bestätigt Presseberichte, wonach die Vereinigten Arabischen Emirate Anfang August ein Frachtschiff mit nordkoreanischen Waffen stoppten. Es handle sich um den Frachter «ANL Australia», der für die im australischen Melbourne ansässige Reederei ANL fährt.
Die Regierung nehme ihre Verantwortung bezüglich der UNO-Sanktionen gegen Nordkorea sehr ernst und werde nun untersuchen, ob australisches Recht gebrochen worden sei, sagte Albanese dem Fernsehsender Channel Nine.
Ein UNO-Diplomat, der namentlich nicht genannt werden wollte, hatte der Nachrichtenagentur AFP am Freitag gesagt, die Emirate hätten das mit Waffen beladene Schiff beschlagnahmt und das Sanktionskomitee des UNO-Sicherheitsrates über den Fund informiert. Die Zeitung «Financial Times» berichtete auf ihrer Internetseite, die Waffen seien als Maschinenteile deklariert worden.
Im Juni hatte der UNO-Sicherheitsrat nach dem zweiten Atomwaffentest und mehreren Raketentests Nordkoreas die Sanktionen gegen das kommunistische Land verschärft, unter anderem das bereits bestehende Waffenembargo.
Danach ist Pjöngjang der Handel mit Waffen komplett verboten. In der Vergangenheit war der Export von Waffentechnologien eine wichtige Einnahmequelle für Nordkorea, US-Experten zufolge verdiente das Land damit Hunderte von Millionen Dollar. (SDA/gca)