Nordkorea beleidigt Präsidentin Südkoreas «Park Geun-hye ist eine unverschämte Schlampe»

SEOUL (SÜDKOREA) - Park Geun-hye hatte es gewagt, Nordkoreaner zur Flucht in den Süden aufzurufen. Das nordkoreanische Regime ist darüber gar nicht erfreut – und schlug jetzt mit wüsten Beleidigungen zurück.

Nordkorea beleidigt Südkoreas Präsidentin Park Geun-hye als Schlampe play
Die Südkoreanische Präsidentin Park Geun-hye bei ihrer Rede am «Tag der Streitkräfte.» AP Photo/Lee Jin-man

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Mit ihrer Aufforderung an die Bürger Nordkoreas, das Land zu verlassen und in den Süden zu flüchten, hat die südkoreanische Präsidentin Park Geun-hye (64) den Zorn des nordkoreanischen Regimes um Diktator Kim Jong Un (vermutlich 32) auf sich gezogen. 

«Wir sind uns der grausamen Wirklichkeit bewusst, der Sie ausgesetzt sind», sagte Park in einer Rede anlässlich des Tages der südkoreanischen Streitkräfte am 1. Oktober. «Die universellen Werte von Freiheit, Demokratie, Menschenrechte und Wohlbefinden sind kostbare Rechte, von denen auch Sie profitieren sollten.»

Und weiter: «Wir halten den Weg für Sie offen, um Hoffnung zu finden und ein neues Leben zu beginnen. Bitte kommen Sie in den Süden, in den Schoss der Freiheit – wann immer sie wollen.»

Nordkoreaner kehren dem Land den Rücken

Nach Angaben der südkoreanischen Regierung sind in den ersten acht Monaten des laufenden Jahres fast 890 Nordkoreaner nach Südkorea geflüchtet – 15 Prozent mehr als im Vorjahr. Parks Appell an die restlichen Bewohner des Landes, es ihnen gleichzutun, kam in Nordkorea deshalb gar nicht gut an.

Und so holte das offizielle Verlautbarungsorgan der nordkoreanischen Arbeiterpartei, «Rodong Simnun», zu einem veritablen Rundumschlag gegen die südkoreanische Präsidentin aus.  

Das Blatt bezeichnete Parks Äusserungen als «Frechheit» und «offenkundig völlig irres Gerede» – und schrieb: «Es gibt nirgendwo auf dieser Welt eine solch unverschämte und dreiste Schlampe.»

Nordkorea beleidigt Südkoreas Präsidentin Park Geun-hye als Schlampe play
Nicht erfreut: Der nordkoreanische Diktator Kim Jong Un KEYSTONE/AP/WONG MAYE-E

Es sei lächerlich und dumm, so «Rodong Simnun», «dass Park Geun-hye den Ruf unseres ehrwürdigen Führers mit Schande besudelt, in dem sie die Halluzinationen in ihrem Kopf als Tatsachen ausgibt».

In Südkorea nimmt mann die verbale Attacke des nordkoreanischen Regimes indes relativ gelassen – und spielt den Ball zurück.

Ein ranghoher Beamter in Seoul sagte gegenüber der Nachrichtenagentur Yonhap News, anstatt die Situation des Landes schönzureden, sollte sich Nordkorea besser «um das Leben der gewöhnlichen Menschen kümmern, die in grosser Not sind». (bau)

Publiziert am 05.10.2016 | Aktualisiert am 05.10.2016
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8 Kommentare
  • Thomas  Zürcher 06.10.2016
    Eine gefährliche Aussage der Südkoreanischen Präsidentin.Was wäre wenn Nordkorea die Grenzen öffnen würde und eine von der Regierung gesteuerte Flüchtlingswelle auslösen würde.Millionen hungernder Nordkoreaner würden innert kürzester Zeit Südkorea überschwemmen und das Land vor riesige Probleme stellen.
    • Reto  Burri 06.10.2016
      Na und? Lieber Menschen nicht hungern lassen und dafür auf etwas Wohlstand verzichten. Es ist traurig, wie selbstverliebt die Menschen heute immer noch nicht. Wenn man sich anstelle eines neuen iPhones nur ein günstiges Samsung kaufen kann dafür einem Menschen das Hungern ersparen würden 90 Prozent der Schweizer wohl das iPhone nehmen. Traurig.
  • Thomas  Lendi aus Tuggen
    06.10.2016
    Oje das wird nie ein ende haben. Sowieso nicht,solange der dicke Kim an der Macht ist. Die sollen sich doch auf die Mütze geben oder endlich frieden schliessen.
  • Georg  Ritter 06.10.2016
    "Friedensbemühungen" hören sich nicht so an wie das, was die südkoreanische Präsidentin rauslässt.
    • Patrick  Smart 06.10.2016
      Denken Sie wirklich, dass der irre Kim "Friedensbemühungen" will? Er will doch bloss sein Land ausbeuten und gross dastehen. Er fühlt sich als ehrwürdiger Herrscher eines sehr armen Landes. Für Raketen und Militär hat er Geld, für das arme Volk nicht und das Wort Menschenrechte kennt er sowieso nicht! Also Daumen hoch für Südkorea!
  • Gottfried  Balzli 06.10.2016
    Der südkoreanischen Präsidentin ist immerhin zugute zu halten, dass sie die Nordkoreaner zur Flucht nach Südkorea und nicht in die Schweiz auffordert.
    • Meyer  Karl 06.10.2016
      Sagen Sie das lieber nicht zu laut, sonst wird unsere zuständige Bundesrätin sicher umgehend intervenieren in Südkorea, damit wir auch unseren Teil vom "Kuchen" abbekommen.
    • Reto  Burri 06.10.2016
      Das ist schade, denn Koreaner sind enorm Intelligente Menschen die der Schweiz einiges bringen könnten.