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Tatort Jersey: Bis gestern gruben die Beamten jeden Tag stundenlang nach weiteren Spuren des Grauens, nachdem vor zwei Wochen ein Kinderschädel im Keller des einstigen Kinderheimes Haut de La Garenne aufgetaucht war (Blick.ch berichtete).
Zudem vernahmen die Polizisten die rund 160 Zeugen, die von einem schrecklichen Martyrium während ihres Aufenthalts in dem Heim erzählten. Jetzt haben die Ermittler gemäss «Times Online» einen Tag Pause eingelegt.
Doch zur Ruhe kommen sie nicht. Denn neue Horrormeldungen erschüttern die Kanalinseln: Auf der Nachbarinsel Guernsey sollen sich in verschiedenen Kinderheimen ähnliche Grausamkeiten abgespielt haben. Dies berichtet Carl Denning (49).
Er hatte als Fünfjähriger das Pech, sowohl im Kinderheim Haut de la Garenne auf Jersey als auch in zwei Kinderheimen in Guernsey leben zu müssen.
«Es gab Misshandlungen auf Guernsey. Wenn auch nicht im selben Masse wie auf Jersey. Aber es gab sie», sagte Denning gegenüber «Times Online».
Zu sexuellen Übergriffen wie auf Jersey sei es seines Wissens nicht gekommen. Ein inzwischen gestorbener Mitarbeiter und andere Angestellte hätten die Kinder aber immer wieder geschlagen. Dazu habe es auch psychische Misshandlungen gegeben – und zwar in beiden Heimen, in denen der Junge auf Guernsey damals unterkam.
«Niemand wollte uns zuhören. Ich habe das Gefühl, die Behörden wollten nicht glauben, was dort vor sich ging», so Denning.
Ein Sprecher der Polizei in Guernsey sagte, bisher habe es keine Anzeigen gegeben. Sobald dies geschehe, würde ermittelt. (gux)
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Auch in Kinderheimen der Kanalinsel Guernsey sollen Kidner misshandelt worden sein (Symbolbild). (Photocase)